Forschungsvorhaben zu Brandrisiken von Lithium-Ionen-Akkus
Berlin: (hib/SAS) Brände durch im Hausmüll entsorgte Lithium-Ionen-Akkus sind laut einer Antwort der Bundesregierung (21/6264(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/5992(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) Gegenstand von wissenschaftlichen Studien. In der Anfrage hatte sich die AfD unter anderem nach der Häufigkeit und den Ursachen von Bränden in Müllfahrzeugen, auf Recyclinghöfen und in Abfallbehandlungsanlagen im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Akkus erkundigt.
Laut der Regierungsantwort untersucht eine von Branchenverbänden wie dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft in Auftrag gegebene Studie die Häufigkeit von Bränden, die betroffenen Anlagen und die Brandursachen. Die voraussichtlich im Herbst vorliegende Erhebung soll eine Datengrundlage zu häufigen Brandherden, der Anzahl der Fehlwürfe und den Kosten der Schadensereignisse liefern.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Gebündelte Abfalluntersuchungen zum Monitoring von Stoffströmen und zur Erfüllung von EU-Berichts- und Untersuchungspflichten - Untersuchungsjahre 2025 und 2026“ sollen demnach auch Daten zu Fehlwürfen von Elektrokleingeräten wie Einweg-E-Zigaretten im Restabfallstrom oder in Papierkorbabfällen im öffentlichen Straßenraum ermittelt werden.
Darüber hinaus sei es bereits „ein zentrales Anliegen“ der zum 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Novelle des Elektro- und Elektronikaltgerätegesetzes gewesen, die Brandrisiken bei der Sammlung und Behandlung von Elektroaltgeräten an kommunalen Wertstoffhöfen zu reduzieren, schreibt die Bundesregierung.