17.06.2026 Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit — Antwort — hib 494/2026

Atommüllager Asse II: Bundesregierung äußert sich zu Kosten

Berlin: (hib/SAS) Die laufenden Kosten für das Projekt Asse II der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) - die Stilllegung und Rückholung von rund 47.000 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus der Schachtanlage Asse II - beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 191,11 Millionen Euro. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/6371(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/5961(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. In dieser erkundigte sich die Fraktion nach dem Fortgang, der Kostenentwicklung und der Verwaltungssteuerung bei der Rückholung der radioaktiven Abfälle.

Die Summe umfasst laut der Antwort unter anderem Personalkosten, Sachkosten, Fertigungsgemeinkosten und Verwaltungsgemeinkosten. Die voraussichtlichen Gesamtkosten der Rückholung werden in der Antwort nicht beziffert. Eine Gesamtkostenabschätzung sei bis zum Ende der Stilllegung der Schachtanlage Asse II nicht möglich, da der Aufwand für die Rückholung „nicht belastbar geschätzt werden“ könne, schreibt die Bundesregierung. „Erst wenn die Planung der Rückholung detailliert ist und die Stilllegungsmaßnahmen bekannt sind, können Aufwand und Dauer für Rückholung und Stilllegung sowie die damit verbundenen Kosten der BGE geschätzt werden.“

Mitte April hatte die BGE öffentlich bekannt gegeben, dass sich der seit 2020 anvisierte Rückholbeginn im Jahr 2033 nicht mehr „darstellen“ lasse und ein neuer Termin noch nicht valide genannt werden könne.