18.06.2026 Inneres — Antwort — hib 498/2026

(Pseudo-)christliche Motive bei Verschwörungserzählungen

Berlin: (hib/STO) Über die Nutzung „(pseudo-)christlicher Motive“ zur Untermauerung etwa von Verschwörungserzählungen berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/6473(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/6166(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Danach werden durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) einzelne Akteure und Gruppierungen bearbeitet, „die im Zuge ihrer Agitation (pseudo-)christliche Motive und Diskurse aufgreifen und adaptieren, um insbesondere Äußerungen oder Verhaltensweisen, die gegen einzelne gesellschaftliche Gruppen gerichtet sind, sowie in Teilen extremistische Verschwörungserzählungen ideologisch zu untermauern“.

Ihr Handeln richte sich insofern gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, heißt es in der Antwort weiter. Einzelne diesem Personenkreis zugerechnete Akteure seien als Influencer in den sozialen Medien präsent, „in denen das ,Liken' und ,Teilen' von primär an eine jüngere Zielgruppe gerichteten Inhalten grundsätzlich als Moment niedrigschwelliger Agitation und Integration fungiert und besagte Inhalte durch diesen Wirkmechanismus eine hohe Anschlussfähigkeit insbesondere gegenüber Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufweisen“, schreibt die Bundesregierung des Weiteren. Teilweise seien in diesem Personenkreis „Kontakte und Vernetzungsbestrebungen in politische Milieus im In- und Ausland wie gegenüber Mitgliedern der Partei Alternative für Deutschland (AfD, Verdachtsfall) festzustellen“.