Bundesregierung zur Nitratbelastung des Grundwassers
Berlin: (hib/SAS) Das Grundwasser in Deutschland ist weiterhin teilweise zu stark mit Nitrat belastet. Laut einer Antwort der Bundesregierung (21/6476(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/5948(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) wiesen im Jahr 2024 fast 16 Prozent der Messstellen des Netzwerks der Europäischen Umweltagentur (EUA) Nitratkonzentrationen über dem Schwellenwert von 50 Milligramm pro Liter auf.
Allerdings könne eine „leicht abnehmende Tendenz beobachtet werden“, so die Bundesregierung mit Verweis auf die dem Umweltbundesamt von den Bundesländern gemeldeten Daten. Demnach lag der Anteil der Messstellen mit Grenzwertüberschreitung im Jahr 2015 bei 19 Prozent.
Sinkende Trends auf unterschiedlich hohem Überschreitungsniveau konnten den Daten zufolge in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein beobachtet werden. „In den übrigen Bundesländern konnte kein Trend festgestellt werden“, heißt es in der Antwort.
Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung für Nitrat in Höhe von 50 Milligramm pro Liter beruhe auf „einem akut toxischen Effekt auf nicht gestillte Säuglinge“ und folge der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), schreibt die Bundesregierung. Es bestehe derzeit keine Veranlassung, diesen Wert zu ändern, zumal ein Großteil der menschlichen Nitrataufnahme über die Nahrung und nicht über das Trinkwasser erfolge.
Die AfD hatte sich in ihrer Anfrage zur Trinkwassersicherheit in Deutschland unter anderem nach der Überschreitung des Grenzwerts für Nitrat, dessen wissenschaftlichen Grundlagen und der Notwendigkeit einer Überprüfung des Grenzwerts erkundigt.