Bahn treibt Rollout der Zugsicherungskomponente ETCS voran
Berlin: (hib/HAU) Die DB InfraGO AG sieht die Einführung des European Rail Traffic Management Systems (ERTMS) „als zentralen Baustein zur Verbesserung des Bahnverkehrs“ an. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/6477(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/5813(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Ziel sei es, durch einheitliche europäische Standards grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern, vorhandene Infrastruktur effizienter zu nutzen sowie die Leistungsfähigkeit, Stabilität und Sicherheit des Systems zu erhöhen.
Diesbezüglich treibe die DB InfraGO AG den Rollout des Zugsicherungssystems European Train Control Systems (ETCS) als Zugsicherungskomponente des ERTMS insbesondere auf priorisierten Strecken und im TEN-Kernnetz weiter voran, heißt es weiter. Gleichzeitig werde die ETCS-Migrationsstrategie weiterentwickelt, um eine technisch, betrieblich und finanziell tragfähige Umsetzung sicherzustellen. Bereits laufende Projekte - etwa auf internationalen Korridoren und im Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) - würden nach Angaben der Deutschen Bahn AG (DB AG) weiterhin priorisiert, teilt die Bundesregierung mit.
Auf die Frage, welche Strecken bis 2030 mit ETCS ausgerüstet werden, heißt es in der Antwort: „Über das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) werden Mittel für den Rollout von ETCS bereitgestellt und im Rahmen der laufenden Verhandlungen zur Leistungsvereinbarung (LV) InfraGO allokiert.“ Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, ergebe sich daraus nach Angaben der DB AG das ETCS-Portfolio für die kommenden Jahre, schreibt die Regierung. Die Umrüstung der Fahrzeuge, damit diese auf ETCS-Strecken verkehren können, liege in der Verantwortung der jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen, heißt es weiter.