19.06.2026 Verteidigung — Antwort — hib 503/2026

Keine Forschung zum Einsatz von Tieren als Waffen

Berlin: (hib/AW) Derzeit sind keine Projekte bei der Bundeswehr geplant, die auf den Einsatz von Tieren als Waffen, Drohnen oder in vergleichbarer Weise abzielen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/6316(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (21/6118(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) mit. Der Einsatz von Diensttieren - zum Beispiel Hunde oder Tragtiere - erfolge ausschließlich im Rahmen bestehender Strukturen und in Verbindung mit entsprechend ausgebildeten Soldaten.

Die Antwort auf die Fragen nach der Anzahl und dem Zweck von Tierversuchen der Bundeswehr oder beauftragter Forschungseinrichtungen hat die Bundesregierung „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Beantwortung erfolge nicht öffentlich, da sich aus ihr Rückschlüsse auf die aktuelle und zukünftige Einsatzbereitschaft und die Fähigkeiten der Bundeswehr ziehen lassen würden. Die Bundesregierung teilt aber mit, dass zwischen 2020 und 2025 insgesamt 17 Anträge auf Tierversuche im Rahmen von Forschungsprojekten der Bundeswehr an die zuständigen Behörden nach Paragraf 4 und Paragraf 8 des Tierschutzgesetzes gestellt worden seien. Keiner der Anträge sei abgelehnt worden.

Die Bundesregierung betont, dass bei laufenden und zukünftigen Vorhaben die gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz bei Tierversuchen strikt eingehalten und die konsequente Anwendung des 3R-Prinzips („Replace, Reduce, Refine“) verfolgt würden, um Tierversuche zu ersetzen, die Anzahl der verwendeten Versuchstiere zu verringern und die Belastung von Versuchstieren durch Schmerzen und Stress zu minimieren.