Mehr als 90 Prozent der Männer haben Fragebogen ausgefüllt
Berlin: (hib/AW) Mehr als 90 Prozent der vom Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr seit Jahresbeginn angeschriebenen Männer des Geburtsjahrganges 2008 haben bislang den Fragebogen über die Bereitschaft für einen freiwilligen Wehrdienst ausgefüllt. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/6256(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (21/5591(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) mit. Bis zum 13. Mai dieses Jahres seien rund 229.000 Anschreiben gemäß des zum 1. Januar in Kraft getretenen Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes versendet worden, rund 50 Prozent an männliche Personen. Bislang sei kein Bußgeldbescheid erlassen worden, weil Fragebögen nicht ausgefüllt wurden. Während Männer den Fragebogen ausfüllen müssen, ist Frauen dies freigestellt.
Eine Aussage zur Bewertung des Rücklaufs und der Bereitschaft, freiwillig Wehrdienst zu leisten, lässt sich nach Angaben der Bundesregierung bislang noch nicht machen. Deutlich über die Hälfte der Personen, die ihr Assessment mit Musterung im ersten Jahresquartal erfolgreich durchlaufen haben, seien für einen Dienstantritt bei der Bundeswehr im Jahr 2026 eingeplant. Keine öffentliche Auskunft erteilt die Bundesregierung über die Anzahl der erfolgten Musterungen im ersten Quartal des Jahres. Diese Angaben seien als Verschlusssache eingestuft worden, weil sie Rückschlüsse auf die Aufwuchsfähigkeit und die Personalbedarfsplanung der Bundeswehr zuließen und damit auf die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik.