Bessere Gesundheitsversorgung für Frauen und Mädchen
Berlin: (hib/PK) Die Grünen-Fraktion fordert eine bessere Gesundheitsversorgung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Es bestünden für die Betroffenen weiter erhebliche Versorgungsdefizite in der gynäkologischen, reproduktiven, geburtshilflichen und geschlechterspezifischen Gesundheitsversorgung, heißt es in einem Antrag (21/6598(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion.
Es gehe konkret um mangelnde bauliche und technische Barrierefreiheit in Arztpraxen, fehlende barrierefreie Kommunikation, unzureichende Berücksichtigung behinderungsbedingter Bedarfe im Vergütungssystem sowie strukturelle Hürden beim Zugang zu Prävention, Beratung und Behandlung.
Die Abgeordneten fordern unter anderem, die Barrierefreiheit in der gesundheitlichen Regelversorgung verbindlich zu verankern und dazu einen bundesweit einheitlichen, verbindlichen Kriterienkatalog für bauliche, technische, digitale und kommunikative Barrierefreiheit in Arzt-, Hebammen- und Therapiepraxen vorzulegen.
In den Vergütungsstrukturen müssten Regelungen geschaffen werden, die den erhöhten Zeit-, Personal- und Koordinationsaufwand bei der Behandlung von Patientinnen mit Behinderungen angemessen berücksichtigen. Ferner müsse die inklusive Versorgung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung fest integriert werden.