29.06.2026 Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit — Antwort — hib 531/2026

Zahl der Nonnengänse in Deutschland gewachsen

Berlin: (hib/SAS) Die Zahl der Nonnengänse in Deutschland ist gewachsen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (21/6596(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/6160(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. Demnach hat sich der Bestand an Brutpaaren und Rastvögeln in den letzten Jahren auf 1.900 bis 2.000 Brutpaare und einem Frühjahrsrastbestand von 600.000 Individuen stark erhöht. Die Bundesregierung verweist dabei auf Zahlen des Nationalen Vogelschutzberichts für den Berichtszeitraum 2019 bis 2024, der vom Bundesamt für Naturschutz, der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten veröffentlicht wurde.

In der Antwort heißt es, die auch als Weißwangengans bekannte Gans trete während des Vogelzugs in größeren Ansammlungen vor allem in den Küstenregionen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins auf.

Eine Dokumentation von Schäden durch die Tiere, etwa an Ackerkulturen und Grünland, liege der Bundesregierung aufgrund der Zuständigkeit der Länder nicht vor. Das gleiche gelte für eine Gesamtübersicht über die Höhe etwaiger in den Ländern geleisteten Entschädigungszahlungen.

Eine Neubewertung des Schutzstatus der Nonnengans strebt die Bundesregierung laut ihrer Antwort trotz der gestiegenen Bestandszahlen gegenwärtig nicht an. Die EU-Vogelschutzrichtlinie enthalte „keinen Automatismus zur Anpassung des Schutzstatus aufgrund der Populationsgröße einzelner Arten“, so die Bundesregierung. Sie werde die Populationsentwicklung der Weißwangengans aber „weiter genau beobachten“ und sei im engen Austausch mit der EU-Kommission und den Ländern. Es bestünden bereits wirkungsvolle Möglichkeiten zur Verringerung von Fraßschäden. Diese Maßnahmen basierten auf dem Prinzip von gleichzeitiger „Ruhe und Störung“.