15.07.2026 Bundestagsnachrichten — Antwort — hib 585/2026

Regierung informiert über Kosten von Informationsmaßnahmen

Berlin: (hib/VOM) Die über Mediaagenturen abgerechnete Summe der Aufwendungen der Bundesregierung für Informationsmaßnahmen, Anzeigen, Kampagnen und Werbung für das Jahr 2025 beläuft sich auf rund 59,96 Millionen Euro. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/6939(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/6590(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) mit. Sie fügt hinzu, dass sich die Angaben auf die in der verfügbaren Zeit ermittelbaren Informationen beschränken und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Die reinen Schaltkosten ohne Agenturhonorare und Kreationskosten beziffert die Regierung für den Bereich Online auf rund 29,9 Millionen Euro, für Print auf 2,57 Millionen Euro, für TV auf 3,42 Millionen Euro, für Außenwerbung auf 18,44 Millionen Euro, für Hörfunk auf 1,69 Millionen Euro, für Kino auf 0,74 Millionen Euro und medienübergreifend auf 1.2 Millionen Euro.

Für die Verbreitung ihrer Informationen nahmen einzelne Ministerien der Antwort zufolge auch die Dienste von Influencern und Youtubern in Anspruch. Genannt werden ein Influencer für Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, drei Influencer für das „Wissenschaftsjahr 2025“ des Forschungsministeriums, ein Influencer für „Antisemitismus“ des Justizministeriums, 18 Influencer für fünf Kampagnen des Bildungs- und Familienministeriums, ein Influencer für „Verkehrssicherheit/Tunnelsicherheit“ des Verkehrsministeriums sowie 20 Influencer für eine Kampagne und zwei Informationsmaßnahmen des Entwicklungsministeriums.

Die höchsten Ausgaben für einzelne Informationsmaßnahmen (reine Schaltkosten ohne Agenturhonorare und Kreationskosten) betreffen den Angaben zufolge das Bundespresse- und Informationsamt mit der Begleitkampagne zur Regierungsarbeit „Das kann Deutschland“ (4.72 Millionen Euro). 2.59 Millionen Euro kostete danach die Kampagne des Bildungs- und Familienministeriums zur Gewinnung von Auszubildenden in der Pflege „Pflege kann was“. Die Kampagne „Pflegeltern - Zeit, die prägt“ schlug laut Regierung mit 1,36 Millionen Euro zu Buche. Das Gesundheitsministerium gab 1,6 Millionen Euro für die Kampagne „Krankenhaus mit Zukunft“ und 1,4 Millionen Euro für „Ein gesundes neues Jahr“ aus. Die höchsten Summen für Kampagnen in den sozialen Medien verursachte laut Antwort das Verteidigungsministerium. 41.79 Millionen Euro gab es für „zielgruppenorientierte personalwerbliche Kampagnenmotive“ und 2.85 Millionen Euro für den Veteranentag 2025 aus.