3,9 Millionen Binnenvertriebene in der Ukraine
Berlin: (hib/AHE) Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit 2022 mindestens 16.126 ukrainische Zivilisten im Krieg Russlands gegen die Ukraine getötet geworden. Allein im Mai 2026 seien 274 Tote und 1.763 Verletzte gemeldet worden - die bisher höchsten Zahlen seit April 2022, schreibt die Bundesregierung in der Antwort (21/7029(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/6374(Dokument, öffnet ein neues Fenster)).
Nach den Zahlen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) seien ungefähr 3,9 Millionen Personen - schätzungsweise zehn Prozent der Bevölkerung - in der Ukraine als Binnenvertriebene registriert. „Die verheerenden russischen Angriffe auf Energie- und Heizinfrastruktur in der Ukraine, mit negativen Rückwirkungen auf die Wasserversorgung, haben weitreichende humanitäre Folgen für die dortige Bevölkerung“, schreibt die Bundesregierung. Nach Angaben des Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) seien 10,8 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen - besonders in den Sektoren Schutz (6,54 Millionen), Wasser/WASH (6,43 Millionen), Unterkunft (5,6 Millionen) und Gesundheit (4,47 Millionen).
Die Zahl der seit Februar 2022 aus der Ukraine Geflüchteten gibt die Bundesregierung mit Verweis auf Daten von EU und den Vereinten Nationen auf rund sechs Millionen Menschen an, davon seien etwa 5,5 Millionen in Europa (EU- und Nicht-EU-Staaten) als Geflüchtete registriert worden.