17.07.2026 Auswärtiges — Antwort — hib 590/2026

Transparenz bei Mittelverwendung für humanitäre Hilfe

Berlin: (hib/FB) Zur Offenlegung von Caritas-Projektförderungen äußert sich die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/6847(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/6543(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Die Fraktion wollte wissen, welche Einzelprojekte die Caritas international zwischen 2020 und 2025 mit insgesamt über 142 Millionen Euro Bundesförderung umgesetzt hat - die bisherige Antwort der Regierung hatte diese Zahlungen nur als Sammelposten ausgewiesen.

Die Verwendung der Mittel wird nach Angaben der Bundesregierung transparent gemacht. So seien Informationen über Projekte und geförderte Organisationen über die sogenannten Financial Tracking Services (FTS)(Externer Link) des Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) öffentlich zugänglich.

Das Auswärtige Amt veröffentliche zudem regelmäßig, zuletzt im Juni 2026, im „Vierjahresbericht der Bundesregierung über die deutsche humanitäre Hilfe im Ausland“ (21/6500(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) Informationen zur globalen Mittelverteilung und Zielerreichung.

Eine Detailaufschlüsselung der Förderjahre 2020 bis 2025 lehnt die Regierung ab - sie beruft sich darauf, dass eine Durchsicht aller Projektakten, die teilweise in Papierform vorliegen, Ressourcen für einen „nicht absehbaren Zeitraum“ beanspruchen würde. Auch Fragen zu Evaluierungen, Beanstandungen oder administrativen Kostenquoten beantwortet sie unter Verweis auf den Aufwand nicht.