Zwischenbilanz der Zentralafrikanischen Waldinitiative
Berlin: (hib/JOH) Seit ihrer Einrichtung im Jahr 2019 hat die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Zentralafrikanische Waldinitiative (CAFI) laut Bundesregierung dazu beigetragen, 606.576 Hektar Gemeindewälder in der Demokratischen Republik Kongo sowie rund 28.000 Hektar Gemeindewälder in Gabun abzusichern. Das geht aus einer Antwort (21/7131(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/6488(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion hervor. Der detaillierte Stand der Umsetzung ergebe sich aus den von CAFI veröffentlichten Jahresberichten, die auf der CAFI-Webseite abrufbar seien.
Da die Mittel Deutschlands in diesem multilateralen Fonds mit Beiträgen anderer Geber gebündelt würden, sei die Wirkung einzelner deutscher Zahlungen nicht isoliert messbar, betont die Bundesregierung. Die Wirkungen ließen sich nur auf Ebene des Fonds insgesamt ausweisen.
Sie verweist auf eine von unabhängigen Dritten erstellte und im Jahr 2020 abgeschlossene Evaluierung, die insgesamt zu dem Ergebnis komme, dass der Ansatz von CAFI, Waldschutz mit nachhaltiger Entwicklung der lokalen Bevölkerung zu verbinden, „relevant ist und mit der internationalen Klima- und Entwicklungsagenda im Einklang steht“. Die Evaluierung enthalte darüber hinaus eine Vielzahl technischer und organisatorischer Empfehlungen zur weiteren Stärkung von Steuerungsstrukturen, Monitoring und Evaluierung sowie zur Einbindung weiterer Akteure, die - auch mit deutscher Beteiligung - in die weitere Arbeit von CAFI eingeflossen seien. Derzeit werde eine weitere unabhängige Evaluierung der CAFI-Initiative vorbereitet.
Seit ihrer Einrichtung habe CAFI 80 Vorhaben und vorbereitende Zuschüsse finanziert, 30 Vorhaben seien bislang erfolgreich abgeschlossen worden, heißt es in der Antwort weiter. Bis 2025 hätten diese Vorhaben mehr als 900.000 direkte Begünstigte im Kongobecken erreicht. Die verfügbaren Daten deuteten auf eine relative Stabilisierung der nationalen Entwaldungsraten in den CAFI-Partnerländern seit 2019 hin.