Austausch zum Wasserstoffprojekt in Namibia
Berlin: (hib/NKI) Eine Einzelauflistung von Kontakten und Treffen, die es mit Vertretern der Nama seit dem Jahr 2020 zu dem Wasserstoffprojekt Hyphen in Namibia gegeben hat, „ist in der Kürze der Zeit nicht möglich“. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/7199(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/6555(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion Die Linke.
Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung stünden „auf allen Ebenen in regelmäßigem Austausch sowohl mit Regierungsvertreterinnen und -vertretern aus Namibia als auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft und den betroffenen Gemeinschaften, darunter auch Vertreterinnen und Vertretern der Nama, einschließlich zu Fragen im Zusammenhang mit der Wasserstoffproduktion in Namibia sowie auch bezogen auf die Aufarbeitung der deutschen Kolonialverbrechen in Namibia“, heißt es in der Antwort.
In Bezug auf die Wasserstoffproduktion in Namibia habe es zudem verschiedene Vorgespräche auf Arbeitsebene mit der Privatwirtschaft zu den Möglichkeiten der Außenwirtschaftsförderinstrumente gegeben, insbesondere zum sogenannten Hyphen-Projekt. Hierbei seien insbesondere das Antragsverfahren sowie die Deckungsübernahmekriterien erläutert worden.
Hintergrund ist ein Wasserstoffprojekt im Tsau-IlKhaeb-Nationalpark in dem südwestafrikanischen Land. Im November 2021 wurde das Unternehmen Hyphen Hydrogen Energy von der namibischen Regierung als bevorzugter Bieter für ein großskaliges Projekt zur Produktion von grünem Wasserstoff in dem Nationalpark nahe Lüderitz ausgewählt. Dort sollen jährlich bis zu 350.000 Tonnen Wasserstoff, umgewandelt in rund zwei Millionen Tonnen Ammoniak, produziert und nach Europa exportiert werden. Im Mai 2023 unterzeichneten Namibia und Hyphen Hydrogen Energy das maßgebliche Umsetzungsabkommen für das sogenannte Hyphen-Projekt. Bislang wird noch kein Wasserstoff produziert, das Projekt befindet sich weiter in der Vorbereitungsphase. Ursprünglich war geplant, dass Ende 2026 bzw. im Verlauf des Jahres 2027 mit der kommerziellen Produktion von grünem Wasserstoff begonnen werden sollte.