05.08.2026 Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung — Antwort — hib 627/2026

Keine Daten zum Anwerben ausländischer Studierender

Berlin: (hib/DES) Die Bundesregierung erhebt keine Daten darüber, wie viele Personen aus Nicht-EU-Staaten über Vermittlungsagenturen ein Studium in Deutschland aufgenommen haben. Dies antwortet sie (21/7380(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/6764(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Auch zu privatwirtschaftlichen Kooperationen zwischen Hochschulbildungsanbietern und Vermittlungsagenturen erhebe sie keine Daten.

Auf die Frage, ob die Bundesregierung seit 2022 Maßnahmen ergriffen hat, „um gegebenenfalls Missbrauch bei der Anwerbung ausländischer Studenten sowie mögliche Umgehungen regulärer Fachkräftezuwanderung über Aufenthaltstitel zum Zwecke des Studiums zu verhindern“, antwortet sie, dass sie die Entwicklung beobachte und prüfe, inwiefern Handlungsbedarf bestehe.

Zum Wintersemester 2024/2025 kamen laut Antwort die meisten Studierenden aus Nicht-EU-Staaten aus Indien. Von den insgesamt 59.419 Personen waren 48.181 an öffentlichen Hochschulen eingeschrieben. Danach folgten China (42.695 Studierende) und die Türkei (35.737 Studierende).

Besonders häufig schließen Studierende aus Nicht-EU-Staaten ein Studium in den Studiengängen Informatik, Elektrotechnik/Elektronik sowie Maschinenbau/-wesen ab. Die Bundesregierung habe keine Kenntnis, wie viele Absolventen aus Nicht-EU-Staaten nach ihrem Studium in Deutschland bleiben. Eine Veröffentlichung der OECD aus dem Jahr 2022 zeigt jedoch, dass „die Bleibequote internationaler Studierender 10 Jahre nach Studienbeginn bei 45 Prozent“ liege.