26.08.2026 Wirtschaft und Energie — Kleine Anfrage — hib 662/2026

Grüne thematisieren Netzanschlusspaket

Berlin: (hib/SAS) Das von der Bundesregierung geplante „Netzanschlusspaket“ und insbesondere der darin vorgesehene „Redispatch-Vorbehalt“ sind Thema einer Kleinen Anfrage (21/7643(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Die Abgeordneten wollen unter anderem erfahren, wie hoch die Kosten für das Netzengpassmanagement in den Jahren 2024 und 2025 waren. Die Fraktion bittet dabei um aufgeschlüsselte Angaben zu den Redispatch-Kosten, die durch die Abregelung erneuerbarer Energien und den Einsatz konventioneller Kraftwerke entstanden sind. Weitere Fragen betreffen Hemmnisse und Kosteneffekte beim „grenzüberschreitend optimierten Redispatch“, die Kriterien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für die Ausweisung von kapazitätslimitierten Abschnitten im Zuge eines Redispatch-Vorbehalts sowie die Auswirkungen kapazitätslimitierter Gebiete und eines Redispatch-Vorbehalts in Bezug auf den Ausbau standortgebundener Anlagen, wie etwa Wind-Onshore-Anlagen, in Windvorranggebieten.

In ihrer Anfrage verweisen die Grünen darauf, dass die Bundesregierung laut einer Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums im März am Instrument des „Redispatch-Vorbehalts“ festhalte. Dieser sehe in sogenannten kapazitätslimitierten Netzgebieten den Verzicht auf die Redispatch-Ausgleichszahlung vor, sollten erneuerbare Erzeugungsanlagen trotz der Kapazitätslimitierung einen Anschluss beim zuständigen Netzbetreiber verlangen.