Bundesmitteln für das Oberschlesische Landesmuseum
Berlin: (hib/STO) Den „Einsatz von Bundesmitteln für das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen“ thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (21/7739(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Wie die Fraktion darin schreibt, hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am 13. November 2025 mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD beschlossen, das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) in Ratingen mit 870.000 Euro für die Erneuerung seiner Dauerausstellung zu fördern. Diese Entscheidung sei für Beobachter „durchaus überraschend“ gekommen, denn der Bund habe sich 2001 aus der Förderung zurückgezogen und der private Betreiber des OSLM, die Stiftung Haus Oberschlesien, sich kurz vor der Förderentscheidung für eine Verlagerung des Museumsbetriebs und Eingliederung in das Ruhrmuseum in Essen ausgesprochen.
Wissen will die Fraktion, welche neuen tatsächlichen oder rechtlichen Erkenntnisse die Bundesregierung dazu veranlasst haben, erneut Bundesmittel für das Oberschlesische Landesmuseum bereitzustellen. Auch erkundigt sie sich unter anderem danach, inwieweit ein gestiegenes Bundesinteresse an der Förderung des Museumsbetriebs der Stiftung Haus Oberschlesien durch das Bundesinnenministerium vorliegt, das die Wiederaufnahme der Finanzierung rechtfertigte.