29. Januar 2026 Presse

Ausschuss für Tourismus reist nach Mexiko und Costa Rica

Vom 3. bis 11. Februar 2026 wird eine Delegation des Ausschusses für Tourismus unter Leitung der Vorsitzenden, Anja Karliczek (CDU/CSU), in die lateinamerikanischen Staaten Mexiko und Costa Rica reisen.

Die weiteren Delegationsmitglieder sind: Michael Donth (CDU/CSU), Sebastian Münzenmaier (AfD), Michael Thews (SPD) und Stefan Schmidt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).

Der Ausschuss teilt dazu mit:

Ziel der Reise ist es, in Mexiko und Costa Rica Informationen zu tourismuspolitisch wichtigen Themen zu gewinnen, zu denen nachhaltiger Naturtourismus, Kulturtourismus, Sport- und Eventtourismus sowie „Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit“ gehören.

In beiden Ländern hat der Tourismus wirtschaftlich und politisch einen hohen Rang. Er trägt jeweils mit fast 10 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. In beiden Ländern gibt es eigene Tourismusministerien und eigene parlamentarische Tourismusausschüsse.

Mexiko liegt bei den touristischen Besucherzahlen weltweit auf Platz 5 (Deutschland auf Platz 9). Mexiko hat etwa durch seine präkolumbischen Stätten besondere Erfahrungen im Kulturtourismus und bei der Vorbereitung und Durchführung internationaler Großveranstaltungen wie der Fußball-WM im Sommer 2026. Mexiko ist das in Lateinamerika führende Land, durch innovative große internationale Reisemessen einen kontinentalen und interkontinentalen Reisemarkt zu entwickeln, und zwar in Zusammenarbeit mit der ITB Berlin als internationaler Leitmesse.

Costa Rica gilt weltweit als Vorreiterland für einen umweltschonenden Naturtourismus („Sanfter Tourismus“). Das costa-ricanische Tourismusmodell verbindet seit Jahren den Schutz der Biodiversität mit touristischer Nutzung. Dazu gehören ein spezielles CST-Zertifizierungssystem („Certification for Sustainable Tourism“) für touristische Unternehmen und eine (digital unterstützte) Besucherlenkung zur saisonalen Diversifizierung.

Die Delegationsreise sieht in Mexiko und Costa Rica Besuche und Gespräche auf parlamentarischer und ministerieller Ebene sowie Termine bei Wirtschaftsvereinigungen, touristischen und universitären Einrichtungen sowie den deutschen Botschaften vor. In einem Gespräch in Costa Rica soll der Ausschussdelegation das Projekt „Planung von Tourismusaktivitäten in Schutzgebieten“ vorgestellt werden, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert und in einer sog. Dreieckskooperation (Deutschland, Costa Rica, Ecuador) durchgeführt wird.

Neben dem genannten tourismuspolitischen Austausch möchte der Ausschuss auch zu den guten bilateralen Beziehungen zwischen den besuchten Staaten und Deutschland beitragen.