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Gesichter des Prager Frühlings

Truppen des Warschauer Paktes beendeten Hoffnungen auf Demokratisierung im Ostblock.

Truppen des Warschauer Paktes beendeten die Hoffnungen auf Demokratisierung im Ostblock.

© Zentrums für Zeithistorische Forschung, Potsdam

26. Juni bis 30. August 2008

Im Jahr 1968 versuchten in der Tschechoslowakei die Reformer um Alexander Dubček dem Sozialismus ein „menschliches Antlitz“ zu geben. Sie leiteten einen weitreichenden Prozess der Demokratisierung ein. Er wurde von der gesamten Gesellschaft vorangetrieben und löste überall im Ostblock Hoffnung auf Veränderung aus. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Vertrages am 21. August 1968 setzte dieser Entwicklung ein gewaltsames Ende.

Ikonen der Fotografie

Die Bilder des Prager Frühlings und seiner Niederschlagung sind aus der europäischen Erinnerung an 1968 nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Aufnahmen sind zu Ikonen der internationalen Fotografiegeschichte geworden. Die Fotoausstellung zeigt die vielen Gesichter des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aufbruchs in der Tschechoslowakei im Jahr 1968, nimmt dessen Vorgeschichte und Akteure in den Blick. Sie vermittelt einen visuellen Eindruck von der damals in der tschechoslowakischen Bevölkerung herrschenden Atmosphäre der Zuversicht und Hoffnung.

Zeugnisse der gewaltsamen Zerschlagung

Die Erinnerung an den Prager Frühling wurde besonders nachhaltig durch die Bilder vom Einmarsch der Truppen des Warschauer Vertrages am 21. August 1968 und von den Protesten der tschechoslowakischen Bevölkerung geprägt. Unter den Bedingungen der Okkupation gelangten die Aufnahmen tschechoslowakischer Fotografen oft auf abenteuerlichen Wegen ins Ausland und wurden damit zu eindrücklichen Zeugnissen für die gewaltsame Beendigung des tschechoslowakischen Experiments.

Fotografen begleiteten Aufbruch

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten einer ganzen Reihe tschechischer und slowakischer Fotografen unter anderem von Vladimir Lammer, Dagmar Hochová-Reihardtová, Daniela Sýkorová, Jan Bartůšek, Miroslav Hucek, Václav Toužimský, Pavol Breier und Tibor Borský, die den gesellschaftlichen Wandel und kulturellen Aufbruch in der Tschechoslowakei in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre begleiteten und auch in der Zeit nach dem Einmarsch am 21. August 1968 fotografiert haben. Neben den Arbeiten der genannten Fotografen bietet die Ausstellung einen Überblick über den Verlauf des Prager Frühlings, seine Niederschlagung und seinen Stellenwert in der Geschichte europäischer Demokratiebewegungen.

Zur Ausstellung

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam, des Tschechischen und Slowakischen Zentrums in Berlin sowie der Botschaften der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik in Deutschland und wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Beteiligt haben sich darüber hinaus das Institut für Zeitgeschichte an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und das Historische Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.

Eröffnung

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die Ausstellung am Mittwoch, dem 25. Juni 2008, eröffnet. Die Premierminister der Tschechischen Republik, Mirek Topolánek, und der Slowakischen Republik, Robert Fico, hielten Grußworte.

 

Ausstellungsort:

Deutscher Bundestag
Westfoyer des Paul-Löbe-Hauses
Konrad-Adenauer-Straße 1
Berlin-Mitte

Öffnungszeiten:

Montag: 8.00 bis 16.00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 8.00 bis 17.00 Uhr
Freitag: 8.00 bis 14.00 Uhr

Weitere Informationen:

+49 (0)30 227 33644

Der Eintritt ist frei.

 

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