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vis-á-vis: Gesicht zeigen!

Kunstworkshops im Schadow-Haus

Die aktuelle Ausstellung im Schadow-Haus zeigt viele Gesichter: GIOMs Porträts von Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Nordafrika, die nach Deutschland geflohen sind und hier ein neues Zuhause suchen und die Zeichnungen Johann Gottfried Schadows zu den „unterschiedlichen Gesichtszügen im Menschen“, für die er die realen und die in der Kunst gefundenen „Fremden“ seiner Zeit porträtierte.

Das Porträt, die möglichst detailgenaue Darstellung des Menschen also, ist eines der ältesten Themen der Kunst. Erst waren es Könige und Kaiser, später Adelige und Bürgerliche, noch später „ganz normale Menschen“, die die Künstler aller Zeiten bewogen, Gesichter zum Gegenstand ihrer Gemälde und Skulpturen zu machen. Aus ihnen lassen sich jedoch weit mehr Dinge erfahren als das Aussehen eines Menschen: Porträts geben Hinweise auf den Charakter und das Leben des Porträtierten, auf seinen Beruf, seine Herkunft, seine gesellschaftliche Stellung.

Sie sind damit Fenster in unbekannte Welten, die zu erforschen wir mit zwei Workshops einladen:

vis-á-vis: Gesicht zeigen!

Ein Graphic-Novel-Workshop

Der Workshop nähert sich dem Thema Gesicht und sucht nach dem Sinn hinter den vielen Redensarten: Gesichter werden „verzogen“ oder „verloren“, „gewahrt“ oder „gerettet“. Zuweilen ist es gut, andere „Gesichtspunkte“ in den Blick zu nehmen. Und manchmal müssen wir „Gesicht zeigen“ und für das, was uns wichtig ist, einstehen. Was davon finden wir in den Gesichtern der Ausstellung, was erfahren wir über die abgebildeten Menschen – und welche Dialoge könnten sich zwischen ihren Bildnissen abspielen? Was will der König von Persien dem kleinen Jungen Mustafa aus Syrien zurufen? Und was möchte der schöne Krieger Selim uns „ins Gesicht“ sagen? In einer raumfüllenden Graphic Novel zeichnen wir die Beziehungen und Zwischenräume zwischen den Porträts auf und füllen sie mit Leben

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