Naturpark Barnim übergibt märkische Weihnachtskiefer an den Bundestag

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour dankt den Kindern der Grundschule Schönow für deren „wunderschönen“ Weihnachtsbaumschmuck. (© DBT/Anika Nowak)
Geziert mit von Kindern gebasteltem Weihnachtsschmuck aus Naturmaterialien sorgt an der westseitigen Fensterfront des Paul-Löbe-Hauses ein Baum für weihnachtliche Stimmung im Deutschen Bundestag. Gestiftet wurde die vier Meter hohe märkische Kiefer in diesem Jahr vom Naturpark Barnim nördlich von Berlin. Gemeinsam mit Kindern der Grundschule Schönow übergaben am Mittwoch, 3. Dezember 2025, der Präsident des Verbands Deutsche Naturparke, Friedel Heuwinkel, sowie die Leiterin des Naturparks Barin, Dr. Aija Torkler, den Baum aus der Schönower Heide an Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen). Umrahmt wurde die feierliche Übergabe von Weihnachtsliedern, die von den Kindern vorgetragen wurden.
Neben dem Aufruf an alle Anwesenden, den „wunderschönen“ Naturpark Barnim zu besuchen, lobte Nouripour die „besondere Tradition“ der Weihnachtsbaumübergabe durch den Verband Deutscher Naturparke. Der Verband stiftet dem Bundestag jedes Jahr einen heimischen Baum aus einer der 104 Naturlandschaften in Deutschland.
Bundesvereinigung Lebenshilfe übergibt Weihnachtstanne

Bundestagvizepräsidentin Josephine Ortleb (rechts) und Ulla Schmidt (Dritte von rechts), Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, bei der Übergabe des Weihnachtsbaums (im Hintergrund) im Paul-Löbe-Haus des Bundestages (© DBT/Dominik Butzmann/photothek)
Die Adventszeit wurde im Deutschen Bundestag am Freitag, 28. November 2025, festlich eingeläutet. Seit mehr als 18 Jahren ist es eine schöne Tradition, dass eine glanzvoll geschmückte Weihnachtstanne durch die Bundesvereinigung Lebenshilfe an die Abgeordneten übergeben wird. Für den musikalischen Auftakt sorgte in diesem Jahr der Posaunenchor der Lebenshilfe Hof, der mit dem Renaissance-Stück La Mourisque des Kölner Komponisten Tylman Susato auf die Weihnachtszeit einstimmte.
Die Lebenshilfe aus Böblingen übergab eine festlich geschmückte Tanne an Bundestagsvizepräsidenten Josephine Ortleb (SPD). Den liebevoll gestalteten Baumschmuck fertigten in diesem Jahr rund 90 Kinder aus verschiedenen Kindereinrichtungen der Lebenshilfe Böblingen. Bunte Sterne aus Papier und Filz sowie weihnachtliche Anhänger aus Pappe zieren nun die Tanne im Paul-Löbe-Haus – als farbenfroher Gruß in der Adventszeit.
Ulla Schmidt dankt Parlamentariern für ihre Unterstützung
Die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt bedankte sich bei der Übergabe beim Posaunenchor für die musikalische Einstimmung sowie bei der Bürgermeisterin der Stadt Hof für die begleitende Unterstützung der 36 Musikanten.
Ihr besonderer Dank galt den anwesenden Parlamentarierinnen und Parlamentariern, darunter die erste gehörlose Abgeordnete Heike Heubach, Saskia Esken und Hubertus Heil (alle SPD). „In Zeiten, in denen Inklusion weiterhin einen festen Platz in der Gesellschaft braucht, ist das Motto der Lebenshilfe ,Wir schaffen das!' die beste Antwort auf Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung – denn wir sind stärker“, sagte Ulla Schmidt.
„Menschen mit Beeinträchtigungen verdienen Unterstützung“
Sie appellierte an die Abgeordneten, die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen noch stärker zu verankern, die Teilhabe als Menschenrecht zu sichern und den inklusiven Arbeitsmarkt weiter voranzubringen. Der Weihnachtbaum erinnere jedes Jahr daran, dass Menschen mit Beeinträchtigungen in dieser Gesellschaft sichtbar sein müssten und jede Unterstützung verdienten.
Wichtige Schritte seien daher eine gerechtere Entlohnung in den Behinderten-Werkstätten sowie die konsequente Umsetzung von Barrierefreiheit – als Grundvoraussetzung für echte Teilhabe. Die von Kindern liebevoll geschmückte Tanne stehe als Symbol für eine vielfältige Gesellschaft und für alles, was bereits erreicht worden sei.
Ortleb: Weihnachtstanne spendet Orientierung und Optimismus
Bundestagsvizepräsidentin Ortleb nahm den Weihnachtsbaum stellvertretend für alle Abgeordneten entgegen. „Der Baum, den die Lebenshilfe seit über 18 Jahren an den Deutschen Bundestag übergibt, spendet Licht, Orientierung und Optimismus. Er erinnert uns daran, dass Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen selbstverständlich sein muss“, betonte sie.
Mit Blick auf Artikel 1 des Grundgesetzes bekräftigte Josephine Ortleb: „Die Würde des Menschen ist unantastbar – und das gilt ausnahmslos für alle Menschen.“
Diakonie übergibt Wichern-Adventskranz

Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz zündet die erste Adventskerze am Wichernkranz an; neben ihr Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch und eine junge Sängerin der Jugendkantorei des Evangelischen Johannesstifts Berlin-Spandau. (© DBT/Dominik Butzmann/photothek)
Bereits am Donnerstag, 27. November, war im Bundestag die erste Adventskerze angezündet worden. Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung übergab im Reichstagsgebäude den Wichern-Adventskranz an Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CDU/CSU). Der Kinder- und Jugendchor des Evangelischen Johannesstifts unter Leitung von Nadine Klusacsek umrahmte die Übergabe mit den Adventsliedern „Macht hoch die Tür“, „Wieder naht der heilge Stern“, „O Heiland, reiß die Himmel auf“ und „Tochter Zion, freue Dich“.
Die Übergabe des Wichernkranzes an den Bundestag hat Tradition, seit 2008 wird er dem Bundestag jährlich zum ersten Advent als Zeichen des Dankes für die gute Zusammenarbeit übergeben. Noch älter ist die Tradition des Wichernkranzes selbst, den Diakonie-Gründer Johann Hinrich Wichern (1808 bis 1881) erstmals im Jahr 1839 als großes Wagenrad mit Kerzen anfertigte, um den Straßenkindern, die er in das „Rauhe Haus“ in Hamburg aufgenommen hatte, die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen.
Zwanzig rote und vier weiße Kerzen
In diesem Jahr schmücken den Kranz 24 Kerzen, 20 kleine rote und vier große weiße, die für die vier Adventssonntage stehen. Die weiße Kerze für den ersten Advent zündete die Bundestagsvizepräsidentin zusammen mit einer jungen Chorsängerin an. Diakonie-Präsident Pfarrer Rüdiger Schuch wies darauf hin, dass der übergebene Wichernkranz in diesem Jahr erstmals mit LED-Lichtern ausgestattet ist. Schuch äußerte die Hoffnung, dass es einen guten Frieden für die Ukraine und die übrigen Kriegsgebiete geben wird..
Andrea Lindholz dankte der Diakonie für die Aufrechterhaltung dieser Tradition und nannte die Adventszeit eine Zeit des Innehaltens und Besinnens auf die eigenen Werte. Weihnachtsstress könne nicht Sinn der Weihnachtszeit sein. Diese sei sie eine Zeit, um etwas für die Kinder tun zu können. (bsl/vom/ste/03.12.2025)