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Internationales

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„Perspektiven der SOE-Länder und deren Weg in die EU“ vom 22. bis 24. September 2011

„Perspektiven der SOE-Länder und deren Weg in die EU“ lautete das Thema der ersten IPS-Regionalkonferenz in der Balkan-Region, an der ehemalige Bundestagsstipendiaten und - stipendiatinnen aus Serbien, Albanien, Moldau, Rumänien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Slowenien, Bulgarien und Kroatien teilgenommen haben. Die politisch und sozial engagierten Alumni des Internationalen Parlaments-Stipendiums sind nach Belgrad gekommen, um aktuelle politische Ereignisse, demokratische Entwicklungen und Transformationsprozesse in den Ländern Südosteuropas zu thematisieren. Die Wahl des Gebäudes der Nationalversammlung der Republik Serbien als Konferenzort ermöglichte es, einen Blick hinter die Kulissen der serbischen Politik zu werfen.

Auf dem Empfang auf Einladung der Deutschen Botschaft in Serbien fand ein reger und intensiver Meinungsaustausch statt, der am nächsten Tag im Rahmen des Konferenzprogramms fortgesetzt wurde. Seine Exzellenz, Wolfram Maas, Deutscher Botschafter in Serbien, hat den IPS-Alumni gewünscht, sich in die Arbeit für eine stabile und glückliche Region aktiv einzubringen.

Während der Konferenz wurden die den EU-Integrationsprozess beinflussenden Faktoren dargestellt und analysiert. In seiner Rede „Serbien auf dem Weg in die EU“ hat der Vizepremier Serbiens, Herr Bozidar Delic, die Politik der Versöhnung und ihre zentrale Rolle im Prozess der EU-Integration betont. Frau Daniela Schily von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit hat die Konferenzteilnehmer dazu aufgefordert, in neunzig Sekunden die Hauptaspekte im Sinne eines „Win-Win-Konzeptes“ zu nennen, die bei einem eventuellen EU-Beitritt des jeweiligen Landes in Frage kämen. Bei einem spontanen Brainstorming sollten sich die Teilnehmer mit der Frage auseinandersetzen, was die EUErweiterung sowohl für ihr Land als auch für die Europäische Union bringen könnte? Die am häufigsten erwähnten Aspekte hatten im Vordergrund politische und soziale Elemente, wie Stabilität, EU-Standards, Kooperation zwischen den Ländern, Bekämpfung der Korruption, Sicherheit, Erweiterung des Absatzmarktes. Anschließend wurden auch die Perspektiven des Internationalen Parlaments-Stipendiums, sowie die Erfolge und die Stolpersteine auf dem Weg zu einer gelungenen Alumni-Arbeit diskutiert. Herr Marc Bomhoff vom Referat WI 4 im Bundestag hat die IPS-Alumni Serbiens dazu gratuliert, dass der Verein schon nach einem Jahr seit seiner Registrierung eine hervorragende Konferenz auf die Beine gebracht hat. Die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Petra Bläss-Rafajlovski, hat die Nachhaltigkeit der IPS-Alumni-Vereine und die Bedeutsamkeit des generationsübergreifenden Gesprächs der ehemaligen Stipendiaten und Stipendiatinnen hervorgehoben.

Die brillant organisierte Konferenz hat einen wichtigen Beitrag zum Ausbau und Pflege des IPS-Netzwerks geleistet. Denn allein kann man in der heutigen Gesellschaft nicht viel verändern, aber gemeinsam mit qualitativen Netzwerken kann man vieles bewegen. Die IPSAlumni- Arbeit ist der Schlüssel, der den ehemaligen Stipendiaten und Stipendiatinnen des Deutschen Bundestages viele neue Horizonte zur immer mehr international und interkulturell geprägten Welt eröffnet.

Daniela Coseac, Moldau, IPS-Jahrgang 2009

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