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20. Juni 2022
Sachverständige empfehlen Anerkennung des Völkermordes an Jesiden

Tausende Jesiden sind durch Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) verschleppt, versklavt und ermordet worden. Die Täter wurden bislang kaum belangt. In einer Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe haben sich am Montag, 20. Juni 2022, Sachverständige für die Anerkennung der IS-Verbrechen als Völkermord ausgesprochen. Als solchen haben internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen und der Europarat die Taten des IS eingestuft – die Bundesregierung bis jetzt noch nicht. Im Petitionsausschuss des Bundestages war die Frage der Anerkennung bereits im Februar diskutiert worden. Anlass dafür war eine Petition, die der Co-Vorsitzende der Stelle für Jesidische Angelegenheiten in Berlin, Gohdar Alkaidy, eingebracht hatte. Im August 2014 tötete die Terrororganisation „Islamischer Staat“ im Nordirak mehr als 5.000 Jesidinnen und Jesiden. Tausende wurden verschleppt, viele gelten noch immer als vermisst. Über die Anerkennung des Völkermords durch den Bundestag war Mitte Februar im Petitionsausschuss diskutiert worden.

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