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26. Juni 2025

Bundeswehreinsatz in Kosovo

Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss) zu dem Antrag der Bundesregierung Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo (KFOR) - Drucksachen 21/230(Dokument, öffnet ein neues Fenster) und 21/444(Dokument, öffnet ein neues Fenster) -

  • Abstimmungsergebnis
  • Debatte

Gesamtergebnis, 630 Mitglieder

  • 391 ja
  • 189 nein
  • 2 enthalten
  • 48 nicht abg.

CDU/CSU
208 Mitglieder

  • 196 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 12 nicht abg.

AfD
151 Mitglieder

  • 0 ja
  • 132 nein
  • 0 enthalten
  • 19 nicht abg.

SPD
120 Mitglieder

  • 114 ja
  • 1 nein
  • 0 enthalten
  • 5 nicht abg.

B90/Grüne
85 Mitglieder

  • 80 ja
  • 0 nein
  • 2 enthalten
  • 3 nicht abg.

Die Linke
64 Mitglieder

  • 0 ja
  • 56 nein
  • 0 enthalten
  • 8 nicht abg.

fraktionslos
2 Mitglieder

  • 1 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 1 nicht abg.

1 / 50

Name

Fraktion

Bundesland

Abstimmung

Der Bundestag hat am Donnerstag, 26. Juni 2025, die weitere Beteiligung der Bundeswehr an der Nato-geführten internationalen Sicherheitspräsenz im Kosovo (KFOR) um ein Jahr beschlossen. Für die Verlängerung votierten in namentlicher Abstimmung 391 Abgeordnete, dagegen 189. Es gab zwei Enthaltungen. Der Abstimmung lag eine Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (21/444(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zu einem Antrag der Bundesregierung (21/230(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zugrunde. Ebenso lag ein Bericht des Haushaltsausschusses gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages zur Finanzierbarkeit vor (21/467(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). 

Bundeswehreinsatz in Kosovo

Antrag der Bundesregierung

Wie bisher sollen bis zu 400 Soldatinnen und Soldaten entsendet werden können. Zu den Aufgaben gehören laut Antrag neben einem Beitrag zu einem sicheren Umfeld und Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Unterstützung zur „Entwicklung einer stabilen, demokratischen, multiethnischen und friedlichen Republik Kosovo“ die Unterstützung des Aufbaus der Kosovo Security Force als „demokratisch kontrollierte, multiethnisch geprägte Sicherheitsorganisation und anderer Akteure im Rahmen der Sicherheitssektorreform (SSR) als Vorbereitung der weiteren Einbindung in euro-atlantische Strukturen“. 

Wie die Bundesregierung ausführt, ist die Sicherheitslage im mehrheitlich ethnisch serbischen Norden des Kosovos seit 2022 von wachsenden Spannungen geprägt. „Insbesondere die gewalttätigen Auseinandersetzungen in der nördlichen Gemeinde Zvečan im Mai 2023, bei denen zahlreiche KFOR-Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilistinnen und Zivilisten teilweise schwer verletzt wurden, sowie der gewalttätige Angriff dutzender schwerbewaffneter, paramilitärischer kosovo-serbischer Kräfte in Banjska im September 2023 stellten eine Eskalation der Situation im Norden Kosovos dar.“ Insgesamt werde die KFOR-Präsenz sowohl von der kosovo-albanischen als auch der kosovo-serbischen Gemeinschaft in Kosovo als essenziell für die weitere Stabilisierung des Landes gesehen.

Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien

Zentrale Anliegen der Bundesregierung seien eine „umfassende, nachhaltige, rechtsverbindliche Normalisierung der Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien“ und bilateral in Bezug auf Kosovo eine politische, rechtsstaatliche und wirtschaftlich-soziale Stabilisierung und die Unterstützung der EU-Annäherung.

Grundlage für KFOR ist den Angaben zufolge weiterhin die Resolution 1244 (1999) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Die Kosten für die einsatzbedingten Zusatzausgaben beziffert die Bundesregierung auf insgesamt rund 38,9 Millionen Euro. (ahe/hau/26.06.2025)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Ortleb, Josephine

Bundestagsvizepräsidentin

Josephine Ortleb

Josephine Ortleb

© SPD/Maximilian König

Volkmann, Johannes

CDU/CSU

Johannes Volkmann

Johannes Volkmann

© Johannes Volkmann/Tobias Koch

Kleinschmidt, Kurt

AfD

Kurt Kleinschmidt

Kurt Kleinschmidt

© Kurt Kleinschmidt

Faeser, Nancy

SPD

Nancy Faeser

Nancy Faeser

© SPD-Bundestagsfraktion/ Photothek Media Lab.

Wagener, Niklas

Bündnis 90/Die Grünen

Niklas Wagener

Niklas Wagener

© Stefan Kaminski

Akbulut, Gökay

Die Linke

Gökay Akbulut

Gökay Akbulut

© Gökay Akbulut/Thommy Mardo

Beyer, Peter

CDU/CSU

Peter Beyer

Peter Beyer

© Peter Beyer/ Lars Weiss

Keuter, Stefan

AfD

Stefan Keuter

Stefan Keuter

© DBT/ Inga Haar

Völlers, Marja-Liisa

SPD

Marja-Liisa Völlers

Marja-Liisa Völlers

© Marja-Liisa Völlers / Photothek

Edelhäußer, Ralph

CDU/CSU

Ralph Edelhäußer

Ralph Edelhäußer

© CSU-Landesgruppe / Christian Kaufmann

Ortleb, Josephine

Bundestagsvizepräsidentin

Josephine Ortleb

Josephine Ortleb

© SPD/Maximilian König

Dokumente

  • 21/230 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo (KFOR)
    PDF | 171 KB — Status: 21.05.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/444 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 21/230 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo (KFOR)
    PDF | 179 KB — Status: 10.06.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/467 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 21/230, 21/444 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo (KFOR)
    PDF | 167 KB — Status: 10.06.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 21/444(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 21/230(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen)
  • 16:36:05: Beginn der Abstimmung
  • 16:57:14: Ende der Abstimmung
  • Gesamt: 582 Ja: 391 Nein: 189 Enthaltungen 2
  • Beschlussempfehlung 21/444(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 21/230(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

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Stand: 07.10.2026