Vernetzung mit Opferverbänden: Wissen, wo der Schuh drückt

Evelyn Zupke bei ihrem Grußwort neben Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der UOKG. (© Team Zupke)
Die Vernetzung mit den Opferverbänden ist Evelyn Zupke ein besonderes Anliegen. Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) ist als der Dachverband der Opferverbände einer der wichtigsten Partner für die Bundesbeauftragte. In der UOKG sind rund vierzig Vereinen und Initiativen organisiert, von der Cottbuser Häftlingsgemeinschaft über den Süddeutschen Freundeskreis Hoheneckerinnen bis hin zur Doping-Opfer-Hilfe. Sie alle vertreten Menschen, die unter der SED-Diktatur Verfolgung, Inhaftierung oder anderes Unrecht erlitten haben.
Wie in jedem Jahr nahm die SED-Opferbeauftragte am Verbändetreffen der UOKG teil. „Ich bin hier unter wichtigen Mitstreitern“, betonte Zupke in ihrem Grußwort – und würdigte damit die jahrelange Arbeit der Verbände, die das Leid der Betroffenen in die Öffentlichkeit und in die Politik tragen.

Die SED-Opferbeauftragte in der Diskussion mit Dieter Dombrowski (Mitte), Bundesvorsitzender der UOKG, und seinem Stellvertreter Christoph Fichtmüller (links). (© Team Zupke)
Viel Lob gab es für die zahlreichen Verbesserungen, die Bundestag und Bundesrat 2025 und 2026 beschlossen haben: darunter die Erhöhung der Opferrente, der Härtefallfonds für Betroffene in wirtschaftlichen Notlagen, die erleichterte Anerkennung von verfolgungsbedingten Gesundheitsschäden.
Evelyn Zupke betont: „Die neuen Gesetze sind extrem wichtig für die Opfer der SED-Diktatur – aber diese Verbesserungen sind kein Schlusspunkt. Hier bei den Verbänden der UOKG weiß ich: Wir arbeiten gemeinsam weiter daran, dass die Betroffenen die öffentliche Würdigung erfahren, die ihnen zusteht.“