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Presse

AfD will Gedenkort für Hitlerattentat in Rangsdorf

Kultur und Medien/Antrag - 23.02.2021 (hib 223/2021)

Berlin: (hib/AW) Nach dem Willen der AfD-Fraktion soll auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Rangsdorf eine Stätte des Erinnerns und Lernens für das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli errichtet werden. In dem entsprechenden Antrag (19/26841) spricht sich die AfD dafür aus, dass an diesem Ort im besonderen Maße der „Blutzoll“ gewürdigt wird, „den der politisch verantwortungsbewusste Teil des Adels als Träger des militärisch-nationalkonservativen Widerstands und die mit ihm kooperierenden bürgerlich-zivilen Widerstandskreise erbracht haben“.

Vom Flugplatz Rangsdorf war Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg gemeinsam mit seinem Adjutanten Werner von Haeften am 20. Juli 1944 nach Rastenburg gestartet, um Hitler bei einer Lagebesprechung im Führerhauptquartier Wolfsschanze mittels einer Bombe zu töten. Nach dem missglückten Attentat landeten beide wieder in Rangsdorf, um in Berlin den Sturz des nationalsozialistischen Regimes unter dem Decknamen „Unternehmen Walküre“ einzuleiten. Nach dem Scheitern des Unternehmens wurden Stauffenberg und andere Mitverschwörer noch in der Nacht zum 21. Juli im Innenhof des Bendlerblocks, in dem sich heute die Gedenkstätte Deutscher Widerstand befindet, erschossen.

Die Erinnerungsstätte soll mit dem in Rangsdorf geplanten Konversionsprojekt verbunden werden und den ehemaligen Reichssportflughafen aufwerten, der seit dem Abzug der dort stationierten sowjetischen Luftstreitkräfte im Jahr 1994 „dem Verfall anheimgegeben“ sei. Diese Aufwertung trage dem Bemühen des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege Rechnung, das das Flugfeld 1995 sowie große Teile der Gebäude, das frühere Vereinsheim des Aero-Clubs am Rangsdorfer See, das Sozial- und das Kantinengebäude, die vier erhaltenen Hallen aus der NS-Zeit und die Wohnhäuser für Werksangehörige an der Walther-Rathenau-Straße und später auch den ehemaligen Betriebssportplatz aufgrund der hohen nationalen historischen und architekturgeschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt habe.