13.06.2025 Gesundheit — Antwort — hib 217/2025

Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Berlin: (hib/SCR) Die Bundesregierung hat aktualisierte Fallzahlen zu psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen vorgelegt. Wie aus der Antwort (21/391) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/186) hervorgeht, lagen im Jahr 2023 insgesamt 21.943 vollstationäre Krankenhausbehandlungen wegen depressiver Episoden (ICD-10 F32) bei Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und unter 18 Jahren vor (2022: 22.668; 2021: 22.002). Die Zahl der Behandlungen wegen rezidivierender depressiver Störungen (F33) betrug im Jahr 2023 insgesamt 1.720 (2022: 1.636; 2021: 1.888). Die Fallzahlen zu Essstörungen (F50) lagen 2023 bei 6.380 (2022: 7.067; 2021: 6.948).

In den Diagnosebereichen F00 bis F99 - ohne F32, F33 und F50 - wurden im Jahr 2023 insgesamt 60.037 stationäre Behandlungsfälle bei Kindern und Jugendlichen registriert. Besonders häufig traten innerhalb dieser Gruppe neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (F40-F48) mit 17.254 Fällen sowie Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (F90-F98) mit 21.252 Fällen auf.

Daten für das Jahr 2024 lagen laut Bundesregierung noch nicht vor. Die Zahlen stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik des Statistischen Bundesamts. Quartalsdaten seien dort nicht verfügbar. Zudem sei zu beachten, dass Mehrfachzählungen möglich seien, wenn eine Person mehrfach im Jahr stationär behandelt wurde, führt die Bundesregierung aus.

Auf die Frage, ob Studien einen Zusammenhang zwischen „spezifischen Corona-Maßnahmen“ und der Zunahme psychischer Erkrankungen bei Minderjährigen belegen oder ausschließen, erklärt die Bundesregierung: „Der Bundesregierung liegen keine Daten oder Studien im Sinne der Fragestellung vor.“