Risiken durch fluorchinolonhaltige Arzneimittel
Berlin: (hib/PK) Ein Antrag der AfD-Fraktion zielt darauf ab, die Risiken durch den Einsatz bestimmter Antibiotika zu reduzieren. Fluorchinolonhaltige Arzneimittel seien Breitbandantibiotika, die bei lebensbedrohlichen Erkrankungen im Einzelfall unverzichtbare Reserveantibiotika darstellten. Aufgrund ihres ausgeprägten Nebenwirkungsprofils sollen sie allerdings nicht als Standardantibiotika eingesetzt werden, heißt es in dem Antrag (21/775) der Fraktion.
Die möglichen Symptome, die mit einer Einnahme dieser Medikamente einhergehen, werden den Angaben zufolge unter dem Namen Fluoroquinolone Associated Disability (FQAD) zusammengefasst. Die Abgeordneten fordern, ein Förderprogramm aufzulegen, um spezialisierte medizinische Zentren für FQAD-Betroffene an Universitätskliniken und spezialisierten Fachkliniken zu etablieren.