16.07.2025 Gesundheit — Antwort — hib 304/2025

Klinische Prüfung gegen RSV vorsorglich ausgesetzt

Berlin: (hib/PK) In den USA ist nach Kenntnis der Bundesregierung eine klinische Prüfung mit mRNA-Impfstoffen gegen das respiratorische Synzytialvirus (RSV) vorsorglich ausgesetzt worden. Bei den Impfstoffkandidaten mRNA-1345 und mRNA-1365 seien Verdachtsfälle einer sogenannten verstärkten Atemwegserkrankung (enhanced respiratory disease) nach einer Impfung aufgetreten, heißt es in der Antwort (21/851) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/649) der AfD-Fraktion.

Das mögliche Auftreten einer verstärkten Atemwegserkrankung nach einer RSV-Impfung ist den Angaben zufolge bereits seit den 1960er Jahren bekannt. Das Phänomen sei damals in einer klinischen Prüfung mit einem inaktivierten RSV Ganzvirus-Impfstoff erstmals beobachtet worden. Es könne nach derzeitigem Kenntnisstand nur bei Personen auftreten, die noch keine natürliche RSV-Infektion durchlaufen haben.

In Deutschland hat es nach Angaben der Bundesregierung bislang keine klinischen Studien mit mRNA-basierten RSV-Impfstoffen gegeben, die Kinder einschlossen.