21.07.2025 Kultur und Medien — Antwort — hib 313/2025

Zukünftige Standorte des Stasi-Unterlagen-Archivs

Berlin: (hib/AW) Für die zukünftigen Archivstandorte des Stasi-Unterlagen-Archivs in Rostock, Frankfurt/Oder, Halle, Leipzig und Erfurt liegen die Machbarkeitsstudien vor. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/913) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/734) mit. Die Überarbeitung der Machbarkeitsstudie für den Standort Berlin-Lichtenberg, an dem ein Archivzentrum zur SED-Diktatur entstehen soll, sei ebenfalls abgeschlossen. Die Ergebnisse würden aktuell ausgewertet. Für die Außenstellen des Stasi-Unterlagen-Archivs in Schwerin, Neubrandenburg, Magdeburg, Dresden, Chemnitz, Suhl und Gera würden hingegen keine Machbarkeitsstudien angefertigt.

Nach Angaben der Bundesregierung wurden bis Ende Juni 2025 circa 30 Millionen Seiten aus Akten und Karteien des Stasi-Unterlagen-Archivs digitalisiert. Dies entspreche rund zwei Prozent des gesamten Bestandes. Die Unterlagen würden in eigenen Werkstätten und durch externe Firmen digitalisiert. Für die Digitalisierung durch externe Firmen entstünden Kosten in Höhe von 0,5 Millionen Euro pro Jahr. Eine Fortschreibung dieser Mittel für die folgenden Haushalts-Jahre ist vorgesehen. Dadurch würden 0,5 Prozent des Archivbestands, circa sieben Millionen Seiten, pro Jahr digitalisiert.