Haushalt 2026: Etat des Auswärtigen Amts bleibt stabil
Berlin: (hib/SCR) Der Etat des Auswärtigen Amts soll im kommenden Jahr Gesamtausgaben in Höhe von 6,1 Milliarden Euro umfassen. Damit steigt der Ansatz im Einzelplan 05 im Haushaltsentwurf 2026 (21/600) im Vergleich zum Regierungsentwurf für 2025 (21/500) um rund 94 Millionen Euro. Auf Zuweisungen und Zuschüsse sollen in dem Einzelplan 2026 3,5 Milliarden Euro entfallen (-73,2 Millionen Euro), auf Personalausgaben 1,4 Milliarden Euro (+38,4 Millionen Euro), auf sächliche Verwaltungsausgaben 848,4 Millionen Euro (+40,2 Millionen Euro). Ausgaben für Investitionen sind mit 312,9 Millionen Euro (+48,4 Millionen Euro) veranschlagt. Die „Besonderen Finanzierungsausgaben“ sollen mit minus 35,7 Millionen Euro zu Buche schlagen (2025: -76,2 Millionen Euro)
Die Programmausgaben im Kapitel „Sicherung von Frieden und Stabilität“ (0501) sollen laut Entwurf um 90,1 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro sinken. Für Ausgaben in der Titelgruppe „Humanitäre Hilfe und Krisenprävention“ sieht der Entwurf 1,4 Milliarden Euro vor und liegt damit leicht unter dem Niveau für dieses Jahr. Die in dem Kapitel enthaltenen Ausgaben in der Titelgruppe „Leistungen an die VN und im internationalen Bereich“ sollen mit rund 961 Millionen Euro um rund 84 Millionen Euro geringer ausfallen als im laufenden Jahr. Der Mittelansatz in der Titelgruppe „Sicherheit, Stabilität und Abrüstung“ soll von 77,1 auf 73,0 Millionen Euro sinken. Für die Titelgruppe „Globale Partnerschaften“ sind wie im Vorjahr 23,3 Millionen Euro eingeplant.
Die Ausgaben im Kapitel „Bilaterale Zusammenarbeit und Pflege der Auslandsbeziehungen“ (Kapitel 0502) sollen 2026 um rund vier Millionen Euro auf 168,0 Millionen Euro steigen. Für die „Pflege kultureller Beziehungen zum Ausland“ (Kapitel 0504) sind im Jahr 2026 im Entwurf Ausgaben in Höhe von 969,8 Millionen Euro vorgesehen, 13,1 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. Darunter fallen unter anderem die Ausgaben für das deutsche Auslandsschulwesen, die in der entsprechenden Titelgruppe mit 299,4 Millionen Euro veranschlagt sind und damit um knapp zehn Millionen Euro über dem Vorjahresansatz liegen. Für die Titelgruppe „Allgemeine Auslandskulturarbeit“ sollen im kommenden Jahr insgesamt 519,1 Millionen Euro (2025: 515,4 Millionen Euro) als institutionelle Förderung ausgereicht werden dürfen. Darunter fallen unter anderem die Zuschüsse an das Goethe-Institut (228,7 Millionen Euro) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (208,0 Millionen Euro) für Betriebe und operative Mittel.
Für das Ministerium selbst sind 2,1 Milliarden Euro (+96,2 Millionen Euro) veranschlagt, die zentral veranschlagten Verwaltungseinnahmen und -ausgaben des Ministeriums sind auf 253,5 Millionen Euro (+56,1 Millionen Euro) taxiert. Für das dem Ministerium nachgeordnete Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (Kapitel 0514) sind 2026 Ausgaben in Höhe von 67,8 Millionen Euro vorgesehen, das sind 15,2 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr.