29.08.2025 Kultur und Medien — Antwort — hib 371/2025

Sicherung des deutschen Kulturgutes in Osteuropa

Berlin: (hib/AW) Der Bund hat in den Jahren 2021 bis 2024 für den Haushaltstitel „Hilfen zur Sicherung und Erhaltung deutschen Kulturguts der historischen Siedlungsgebiete im östlichen Europa“ jeweils 496.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/916) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/739) mit. Auch in den Jahren 2015 bis 2019 wurden Haushaltsmittel in gleicher Höhe bereitgestellt. Im Jahr 2020 hingegen seien Haushaltsmittel von 996.000 Euro veranschlagt worden. Davon seien 500.000 Euro zweckgebunden für Projekte zur Erhaltung der Kirchenburgenlandschaft im rumänischen Siebenbürgen in den Bundeshaushalt eingestellt worden.

Die Projektinitiativen zur finanziellen Förderung des Erhalts deutschen Kulturguts im östlichen Europa gehen nach Angaben der Bundesregierung vielfach von deutschen Vereinigungen, Hochschulen und kirchlichen Partnergemeinden aus, die sich gemeinsam mit der heutigen Bevölkerung für die Erhaltung oder Restaurierung dieses Kulturguts einsetzen. Dies geschehe im Einklang mit den jeweils zuständigen Behörden vor Ort. Die im russischen Oblast Kaliningrad ebenfalls in den 1990er Jahren einsetzende Wiederentdeckung des deutschen Kulturerbes und die gemeinsamen Bemühungen um Erhaltungsmaßnahmen seien in den vergangenen zehn Jahren allerdings aufgrund zunehmender Restriktionen seitens der russischen Behörden zum Erliegen gekommen.