Entwicklung auf dem Wärmepumpenmarkt
Berlin: (hib/SAS) Zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Wärmepumpenmarkt nimmt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/1404) auf eine Kleine Anfrage (21/1218) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Stellung. Zur Erklärung der laut Branchenangaben im ersten Halbjahr 2025 um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Zahl verkaufter Wärmepumpen verweist sie unter anderem darauf, dass Heizungshersteller mittlerweile auf die Wärmepumpe als Standardtechnologie für das dezentrale Heizen setzen. Auch seien Bürger besser über die Wärmepumpentechnologie informiert, so die Bundesregierung. Nicht zuletzt biete die Bundesförderung für effiziente Gebäude, mit der der Einbau einer Wärmepumpe mit bis zu 70 Prozent bezuschusst wird, eine „attraktive Förderung“.
Gemäß den Langfristszenarien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sei die Wärmepumpe „eine Schlüsseltechnologie“, um Treibhausgasminderungen im Wärmesektor zu erreichen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung weiter. Ziel sei es weiterhin, die Strompreise zu senken, wodurch die Attraktivität von Wärmepumpen steige.
Dass der Heizungsmarkt laut der Absatzstatistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) seit 2023 schrumpft, führt die Bundesregierung vor allem auf „Vorzieheffekte“ des Jahres 2023 zurück. In diesem Jahr waren laut BDH-Statistik 1,3 Millionen Wärmeerzeuger verkauft worden, so viele wie nie zuvor. Von 2015 bis 2019 lag die Zahl der verkauften Wärmeerzeuger im Durchschnitt bei knapp 720.000.
Auch in den „ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen, die auf ein bestimmtes Zielszenario für den Wärmemarkt festgelegt sind“, vermutet die Bundesregierung eine mögliche Ursache für den Absatzrückgang im Jahr 2024 und im ersten Halbjahr 2025. Einen Zusammenhang zwischen der Ankündigung, das Gebäudeenergiegesetz zu novellieren, und den sinkenden Installationszahlen neuer Heizungen sieht sie hingegen nicht, wie aus ihrem Antwortschreiben hervorgeht.