19.12.2025 Verkehr — Antwort — hib 722/2025

Planungsstand der Schienenausbaustrecke Weimar-Gößnitz

Berlin: (hib/HAU) Zum Planungsstand bei der Schienenausbaustrecke Weimar - Gößnitz äußert sich die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/3218) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/2918). Unter der Voraussetzung, dass der Finanzierungsvertrag im Jahr 2026 abgeschlossen wird und der Baubeginn 2028 erfolgen kann, ist der Vorlage zufolge der durchgehende elektrische Betrieb ab Dezember 2032 vorgesehen. Der Streckenabschnitt Weimar - Jena-Göschwitz könne bereits ab Dezember 2029 elektrisch in Betrieb genommen werden.

Die geplanten Baukosten lägen nach aktuellem Stand bei 503 Millionen Euro, heißt es in der Antwort. „Nach Einschätzung der DB InfraGO AG betragen die zuwendungsfähigen Baukosten 146 Millionen Euro, wovon 55 Millionen Euro auf den Freistaat Thüringen entfallen“, wird mitgeteilt.

740 Meter lange Güterzüge werden den Angaben zufolge auf der Strecke nicht fahren können. Das vorrangige Ziel der Ausbaumaßnahme sei die Dekarbonisierung durch Streckenelektrifizierung. Mit dem vorliegenden Streckenprofil mit einer maximalen Längsneigung bis zu 22 Promille seien 740 m lange Güterzüge „aufgrund der Überschreitung der Grenzlast nicht durchführbar“.

Zur Elektrifizierung des Ronneburger Tunnels heißt es in der Antwort: Der bestehende Tunnel sei für die geplante Elektrifizierung nicht geeignet. Insofern sei eine Vergrößerung des Querschnittes unter Beachtung des gültigen Regelwerkes geplant.