Würdigung eines ehemaligen jüdischen Partisanenlagers
Berlin: (hib/PK) Die Bundesregierung befürwortet den Erhalt des ehemaligen jüdischen Partisanenlagers im Wald von Rūdninkai in Litauen als Lern- und Erinnerungsort. Die litauische Regierung sei darum gebeten worden, die Schutzwürdigkeit des Bereichs zu prüfen und im Zuge der weiteren Planungen zu berücksichtigen. Als künftiger Nutzer des Übungsplatzes werde sich die Bundeswehr für den Schutz und Erhalt des historischen Ortes einsetzen, heißt es in der Antwort (21/3291) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/3059) der Linksfraktion.
Die Panzerbrigade 45 arbeite mit der jüdischen Nichtregierungsorganisation MACEVA zusammen, die sich der Bewahrung und dem Erhalt jüdischer Friedhöfe in Litauen widme. Diese Erinnerungsarbeit solle in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Vilnius fortgesetzt und die Geschichte der jüdischen Partisanen in Litauen dabei aktiv einbezogen werden. Mit der voraussichtlich 2027 beginnenden Nutzung des Übungsplatzes Rūdninkai durch die Bundeswehr werde die lokale Geschichte des Standortes im Rahmen der Fortbildungen an Bedeutung gewinnen, heißt es in der Antwort.