29.12.2025 Inneres — Antwort — hib 727/2025

Beim Love Scamming werden Opfer betrogen

Berlin: (hib/PK) Beim klassischen sogenannten Love Scamming sind nach Informationen der Bundesregierung insbesondere Bezüge in westafrikanische Länder festzustellen. Hierbei seien nigerianische Strukturen organisierter Kriminalität hervorzuheben, denen auch teilweise sogenannte Bruderschaften zugeordnet werden könnten, heißt es in der Antwort (21/3289) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/3052) der Grünen-Fraktion.

Die Täter hätten sich auf eine Vielzahl von Betrugsdelikten spezialisiert, darunter vor allem Love Scamming und CEO-Fraud/BEC-Fraud (Business Email Compromise).

Beim klassischen Love Scam werden den Angaben zufolge über Dating-Webseiten oder soziale Netzwerke den Opfern Liebesbeziehungen vorgespiegelt. Häufig täuschen die Täter vor, englischsprachige, westliche Geschäftsmänner oder Militärangehörige zu sein. Den Opfern wird zunächst eine Fernbeziehung suggeriert. Nach einiger Zeit werden Notlagen, beispielsweise ein kostenintensiver Krankenhausaufenthalt oder Probleme mit Kreditkarten, vorgetäuscht und die Opfer dazu gebracht, höhere Summen zu überweisen.

Beim Betrugsphänomen des sogenannten Romance Baiting hingegen handele es sich um eine Form des Anlagebetrugs unter Verwendung von Elementen des Love Scamming. Dabei würden attraktive Fake-Profile zur Kontaktanbahnung genutzt und die Opfer zu angeblichen Investitionen verleitet, überwiegend in Kryptowährungen. Der Kontakt werde dann irgendwann abgebrochen und die Gelder einbehalten.