25.03.2026 Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung — Ausschuss — hib 242/2026

Bär präsentiert aktuellen Stand zur Hightech Agenda

Berlin: (hib/DES) Am Mittwochmittag hat die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär (CSU), im Forschungsausschuss den aktuellen Stand bei der Umsetzung der Hightech Agenda vorgestellt.

Derzeit werden die sogenannten Roadmaps für die sechs Schlüsseltechnologien erstellt. Hierfür führt das Ministerium laut Bär derzeit Gespräche mit den Umsetzungspartnern aus Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft. Bislang seien insgesamt 18 Partnerdialoge geführt worden, wobei für jede Schlüsseltechnologie mindestens ein Gespräch stattgefunden habe.

Bär stellte in Aussicht, dass die fertigen Roadmap-Entwürfe bei den Hightech-Agenda-Tagen Ende Mai präsentiert werden. Dann werde auch die Online-Konsultation beginnen, die „Raum für breites Feedback und Vorschläge bieten“ solle. Auch die Branchen sollen so die Möglichkeit bekommen, sich mit eigenen Initiativen hinter die Hightech Agenda zu stellen, so die Ministerin. Bis zu den nächsten Hightech-Agenda-Tagen im September solle dann der Fokus auf den Beiträgen der Umsetzungspartner, Interdependenzen zwischen den Roadmaps, die Einbettung der Vorhaben in eine europäische Dimension und der Aufbau von Monitoring-Instrumenten gesetzt werden. Da die Agenda ein „lebendes Dokument“ sei, könnten im Zuge dieser Überlegungen auch Anpassungen vorgenommen werden. Eine erste Zwischenbilanz zur Hightech Agenda soll im Frühjahr 2027 bei einem Gipfeltreffen gezogen werden.

Bär betonte außerdem, dass im Ausarbeitungsprozess der Roadmaps auch Abbruchkriterien definiert werden müssten, anhand derer entschieden werden könne, wann ein Projekt aufgrund mangelnden Erfolges eingestellt werde.

Auf Nachfrage der AfD-Fraktion bekräftigte Bär, dass die Hightech Agenda für Technologieoffenheit stehe. Als Beispiel nannte sie die Kernfusion, bei der die Bundesregierung derzeit auf mehrere Forschungsansätze (Magnet und Laser) setze, um das Ziel zu erreichen, den ersten Kernfusionsreaktor in Deutschland zu bauen.

Mit der „Hightech_Agenda_Deutschland“ will die Bundesregierung die Bundesrepublik wieder zum „Top-Technologieland“ machen und die Standortattraktivität für Forschung und Wirtschaft erhöhen. Ein besonderer Fokus der Agenda liegt auf den sechs Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung sowie Technologien für die klimaneutrale Mobilität.

Mehr zur Hightech Agenda in der hib-Meldung: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1108286