03.02.2022 Ernährung und Landwirtschaft — Antwort — hib 41/2022

Damwild-Bestand wird durch Bejagung beeinflusst

Berlin: (hib/NKI) Die Zahl des auf der Jagd erlegten Damwilds ist in den Jahren 2010/2011 bis 2020/2021 nahezu gleichgeblieben. Das teilt die Bundesregierung in einer Antwort (20/532) auf eine Kleine Anfrage (20/452) der AfD-Fraktion mit. Die Abgeordneten hatten die Regierung unter anderem gefragt, ob bekannt sei, wie hoch der Gesamtbestand von Damwild sei und welche Mengen pro Jahr durch Jagd zur Strecke gebracht werden.

Demnach habe die Jagdstrecke beim Damwild in den vergangenen zehn Jahren zwischen 62.000 und 68.000 Stück gelegen. Der Trend sei für die Zeitspanne als nahezu gleichbleibend oder geringfügig ansteigend zu beschreiben. Diese Einschätzung treffe mit Ausnahme von Brandenburg und Niedersachsen für alle Bundesländer zu. Werde von einem Geschlechterverhältnis von 1:1,2 bei einem Zuwachs von 80 Prozent beim weiblichen Wild ausgegangen, liege der Mindestbestand bei rund 150.000 Tieren. Keine Daten lägen über von Wölfen gerissenes Damwild vor, da solche Zahlen nicht zentral erfasst würden.

Auch plane die Bundesregierung keine Änderungen am Bundesjagdgesetz oder andere Maßnahmen, die die Ausgestaltung der Abschussplanung oder die Bejagungsart von Dam-, Muffel- oder Gamswild beträfen. Die Durchführung der Abschussplanung nach § 21 BJagdG sei Aufgabe der zuständigen Behörden der Länder.

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