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Presse

Union zur Zukunft des Autos: E-Mobilität allein reicht nicht

Klimaschutz und Energie/Antrag - 16.03.2022 (hib 117/2022)

Berlin: (hib/MIS) Für eine technologieoffene und ideologiefreie Strategie zur Erreichung ambitionierter CO2-Einsparziele im Individualverkehr macht sich die Unionsfraktion stark in einem Antrag (20/1009) mit dem Titel „Durch Technologieoffenheit die Transformation der Automobilindustrie beschleunigen und die Klimaschutzziele erreichen“.

Das Maßnahmenpaket „Fit for 55“ als Teil des Europäischen Klimagesetzes sehe vor, die Emissionen im Straßenverkehr bis 2030 um 55 Prozent verglichen mit 2021 zu reduzieren. Dabei werde derzeit zuallererst an Elektromobilität gedacht. Das möchten die Unionsabgeordneten ändern. Es sei genauso wichtig, neben der E-Mobilität zu prüfen, inwiefern andere Antriebsarten und Treibstoffe Emissionen im motorisierten Individualverkehr ebenfalls kurzfristig senken können. Plug-in-Hybride, Wasserstoffautos und Autos, die mit regenerativen Kraftstoffen angetrieben werden (Biokraftstoffe und strombasierte, synthetische Flüssigkraftstoffe auf Basis erneuerbarer Energien) kämen als Alternativen in Betracht.

Statt lediglich auf die Abgase am Auspuff zu schauen, müsse der gesamte Lebenszyklus eines Fahrzeugs und dessen CO2-Fußabdruck betrachtet werden, betonen die Abgeordneten. Für Deutschland als führender Automobilstandort in Europa sei es zudem wichtig, die Industrie in den Transformationsprozess einzubinden.

Der private Pkw werde das beliebteste Verkehrsmittel in Deutschland bleiben. Deshalb fordern die Abgeordneten die Bundesregierung auf, sich eindeutig zur Technologieoffenheit im motorisierten Individualverkehr und zu allen zur Verfügung stehenden Instrumenten und Technologien zu bekennen, um die Klimaschutzziele zügig zu erreichen und den nationalen Transformationsprozess vor dem Hintergrund des Maßnahmenpakets „Fit for 55“ nachhaltig zu gestalten.