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Ute Slopianka kontrolliert den Eingang und empfängt die Gäste des Hauses

Eine Frau steht in einer Pförtnerloge hinter einer Glasscheibe.

„Die Bezeichnung Pförtnerin wird meiner Tätigkeit nicht gerecht“, sagt Ute Slopianka. (DBT/Marc Beckmann)

Stellen Sie sich doch bitte kurz vor...

Nach Beendigung meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau bin ich von Bremerhaven nach Berlin gezogen, um in einem Sterne-Restaurant zu arbeiten. Hieran haben sich weitere Stationen im Restaurantbereich in Berlin angeschlossen. Im Jahre 2001 hat es mich in die Ferne gezogen, um in der Türkei als Erzieherin mit Jugendlichen, die schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, arbeiten zu können. Nach sechs Jahren bin ich nach Berlin, um wieder in der Gastronomie zu arbeiten. Im Jahr 2011 habe ich mich für eine Veränderung entschieden und wechselte in ein Call Center, in dem ich für zehn Jahre tätig war. 2021 war ich noch für ein Jahr im Empfangsbereich einer Arztpraxis beschäftigt. Seit Juli 2022 bin ich nun im Einlasskontrolldienst des Deutschen Bundestages tätig.

Warum haben Sie sich für einen Job in der Bundestagsverwaltung entschieden?

Es war verlockend, einen gesicherten Arbeitsplatz zu haben.

Was gefällt Ihnen an der Bundestagsverwaltung besonders gut?

Hier wird jede und jeder Beschäftigte gleich behandelt. Es gibt keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Außerdem habe ich die Sicherheit, für meine Arbeit bezahlt zu werden. Auch werden Überstunden sowie Dienste an Sonn- und Feiertagen gesondert vergütet.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Ich arbeite in der Einlasskontrolle. Die Bezeichnung Pförtnerin wird meiner Tätigkeit nicht gerecht. In meinem Bereich kontrolliere ich den Eingang der verschiedenen Liegenschaften und sorge für die Sicherheit von Politikerinnen und Politkern sowie allen anderen Personen, die sich in den Liegenschaften des Deutschen Bundestages aufhalten. Ich nehme die Gäste des Hauses in Empfang, stelle Sicherheitsfragen und bin Repräsentantin des Deutschen Bundestages, da ich das erste Gesicht bin, das die Gäste unseres Hauses sehen. Meine Tätigkeit erfordert oftmals sehr viel Fingerspitzengefühl.

Was begeistert Sie an Ihrem Job?

Ich finde es toll, mit derart vielen verschiedenen Menschen zusammenarbeiten zu können.

Welchen Tipp haben Sie für Jobsuchende?

Bewerberinnen und Bewerber sollten keine Angst haben, sich zu bewerben. Auch ist die Herangehensweise unbegründet, dass man nicht ausgewählt werden könnte, weil es der „Deutsche Bundestag“ ist. Egal ob jung oder alt, jede und jeder erhält eine faire Chance.

Wie schätzen Sie ihre persönliche Work-Life-Balance ein?

Durch den im Einlasskontrolldienst erforderlichen Schichtdienst ist es manchmal schon schwierig und herausfordernd.

Ihre größte Stärke…

Empathie, Durchsetzungs- und Teamfähigkeit

Ihr Lieblingsort in den Liegenschaften des Deutschen Bundestags...

Die Bibliothek im Reichstagsgebäude. Beim Eintreten taucht man in eine andere Welt ein. Ich frage mich dann sehr oft, welche Persönlichkeiten an diesem sehr geschichtsträchtig Ort bereits gesessen haben.

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