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Erst Leasingkraft, heute festangestellt im Ausschuss­bereich: Aybike Temizcan

Eine Frau steht hinter einem Geländer mit einer Halle im Hintergrund.

Aybike Temizcan ist unter anderem mit der Erstellung des Wortprotokolls aus Ausschusssitzungen befasst. (DBT/Janine Schmitz / photothek)

Stellen Sie sich doch bitte kurz vor...

Nach Beendigung meiner Berufsausbildung zur Bürokauffrau habe ich im November 2019 in der Verwaltung des Deutschen Bundestages als Leasingkraft im Ausschussbereich angefangen und im April 2021 erfolgte meine Festeinstellung. Seither war ich in verschiedenen Organisationseinheiten eingesetzt.

Warum haben Sie sich für einen Job in der Bundestagsverwaltung entschieden?

In meiner Bewerbungsphase 2019 hatte ich das konkrete Ziel, im öffentlichen Dienst arbeiten zu wollen. Meine Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung bei der Bundestagsverwaltung hatte ich wegen der großen Konkurrenz zunächst als sehr gering eingeschätzt. Im Rahmen meines Vorstellungsgespräches beim Leasingunternehmen, bei dem ich mich ursprünglich beworben hatte, erfuhr ich, dass dieses unter anderem auch für den Deutschen Bundestag Arbeitskräfte zur Verfügung stelle. In dem Moment war ich einfach nur überwältigt, ging mit einem breiten Grinsen und voller Hoffnung nach Hause und bekam auch schon am nächsten Tag die Zusage, dass ich bald im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft arbeiten dürfe. Ich sage bewusst „dürfen“, da ich wegen meiner Tätigkeit für den Deutschen Bundestag eine sehr große Dankbarkeit empfinde.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Am Beispiel des Dienstags in einer Sitzungswoche lässt sich die enorme Aufgabenvielfalt im Ausschussbereich erahnen. Hier ein kleiner Auszug: Referatsrunde 9 Uhr, Überwachung des E-Mail Postfachs, Erstellung von Sitzungsmappen und notwendigen Vorlagen, Vorbereitung des Sitzungssaales, Terminüberwachung des Vorgesetzten und Erstellung des Wortprotokolls der vorherigen Sitzungen.

Was begeistert Sie an Ihrem Job?

Es ist mein Arbeitsort, der mich jedes Mal beeindruckt.

Welchen Tipp haben Sie für Jobsuchende?

Ich kann interessierten Bewerberinnen und Bewerbern nur empfehlen, in Bezug auf die eigene Bewerbung positiv zu sein und den Gedanken zu vermeiden, dass diese möglicherweise nicht erfolgreich sein könnte.

Worin finden Sie einen Ausgleich zum Berufsalltag?

In meiner Freizeit verbringe ich Zeit mit meinem Sohn, bin unterwegs auf Reisen oder Wochenendtrips, wirke ehrenamtlich im Kulturverein mit oder betätige mich sportlich im Bogenschießen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von der Bundestagsverwaltung?

Insgesamt würde ich mir wünschen, dass sich die Bundestagsverwaltung als mutige, moderne und weltoffene Arbeitgeberin präsentiert und aufgeschlossen für neue Ansätze und Ideen ist. Mit Blick in Richtung Zukunft wird es wichtig sein, wie es gelingt, sich den Herausforderungen der neuen Arbeitswelt zu stellen.

Was macht Sie besonders?

Meine Persönlichkeit und Herkunft machen mich besonders. Ich liebe den Mix und die perfekte Harmonisierung aus zwei Kulturen in meinem Leben. Ich glaube, dass meine Geschichte vor allem für junge Menschen (mit oder ohne Migrationshintergrund) und Quereinsteiger motivierend sein kann, sich bei der Bundestagsverwaltung zu bewerben.

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