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Isdor aus Namibia sieht sich als „Aktivist für soziale Gerechtigkeit“

Ein Mann steht an einem Geländer und lächelt in die Kamera.

Isdor Kamati kommt aus Namibia und hat Bibliotheks- und Informationswissenschaft in Windhuk studiert. (IPS Southern Africa Alumni/ Mart-Marié Serfontein)

Isdor Kamati kommt aus Namibia. Der 25-Jährige hat Bibliotheks- und Informationswissenschaft in Windhuk studiert. Im Januar 2021 nahm er am ersten IPS-Sonderprogramm für die afrikanischen Staaten südlich der Sahara teil, das digital stattfand.

Welche Beziehung haben Sie zu Deutschland? Warum haben Sie die deutsche Sprache gelernt?

Als Namibier ist die Beziehung, die ich zu Deutschland habe, die eines Entwicklungs- und Austauschpartners. Ich habe Deutsch gelernt, weil ich mir der Möglichkeiten bewusst bin, die für Menschen, die Deutsch sprechen, sowohl hier in Namibia als auch in Deutschland bestehen. Ich habe auch Deutsch gelernt, um die Beziehungen, die ich mit Deutsch-Namibiern in Namibia habe, aufzubauen und zu stärken.

Inwiefern engagieren Sie sich in Ihrer Heimat sozial oder zivilgesellschaftlich?

Ich engagiere mich als Aktivist für soziale Gerechtigkeit und helfe den Menschen aus den informellen Siedlungen Windhuks, Zugang zu staatlichen Dienstleistungen zu erhalten. Ich setze mich auch sehr dafür ein, dass junge Menschen bei den Präsidentschafts-, Nationalversammlungs- und Kommunalwahlen wählen gehen. Ich bin auch an Programmen zur Selbstbestimmung von Jugendlichen mit dem Nationalen Jugendrat Namibias beteiligt.

Warum haben Sie sich für das IPS-Programm beworben?

Ich habe mich beworben, um mehr über den Deutschen Bundestag und die deutsche Demokratie im Allgemeinen zu lernen. Mich interessieren vor allem das politische System und die Geschichte Deutschlands. Dabei wollte ich nicht nur theoretisch darüber lernen, sondern es auch erleben.

Was hat Sie im Programm am meisten überrascht oder beeindruckt?

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Vielzahl an Experten, zu denen wir Zugang hatten. Auch die kollektiven Bemühungen der deutschen Regierung und der zivilgesellschaftlichen Organisationen um den Schutz und die Förderung der Demokratie haben mich sehr beeindruckt.

Welche Vorstellungen haben Sie von Ihrer beruflichen Zukunft

Mein beruflicher Wunsch für die Zukunft ist es, ein Berater für internationale Beziehungen zu werden und auch die politische Landschaft Namibias durch die Teilnahme an der lokalen Politik zu gestalten. (oel/01.12.2021)

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