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Anwalt aus dem hohen Norden: Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki, FDP

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP)

© picture alliance/Geisler-Fotopress | Christoph Hardt

Wolfgang Kubicki ist am 26. Oktober 2021 auf Vorschlag der FDP-Fraktion erneut zum Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages gewählt worden. Der Abgeordnete war bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 über die schleswig-holsteinische Landesliste seiner Partei wieder in den Deutschen Bundestag eingezogen. Er vertritt den Wahlkreis Steinburg – Dithmarschen Süd.

Bereits von 1990 bis 1992 sowie 2002 war Wolfgang Kubicki Mitglied des Deutschen Bundestages. Die längste Zeit als Abgeordneter gehörte er jedoch dem Schleswig-Holsteinischen Landtag von 1992 bis 2017 an und war dort von 1992 bis 1993 sowie von 1996 bis 2017 Vorsitzender der FDP-Fraktion. Nach seiner Wahl in den Deutschen Bundestag am 24. September 2017 wählte ihn das Parlament am 24. Oktober 2017 erstmals zu seinem Vizepräsidenten.

Landespolitiker in Schleswig-Holstein 

Wolfgang Kubicki wurde am 3. März 1952 in Braunschweig geboren. Nach dem Abitur 1970 nahm er ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf, welches er 1975 als Diplom-Volkswirt abschloss. Das darauffolgende Jurastudium beendete er 1982 und 1985 mit den juristischen Staatsexamen. 1976 arbeitete er als Mitarbeiter einer Unternehmensberatung, von 1978 bis 1980 in einem Steuerberatungsbüro und von 1981 bis 1983 als wissenschaftlicher Assistent der FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Seit 1985 ist er hauptberuflich als Rechtsanwalt tätig.

Bereits 1971 wurde Wolfgang Kubicki Mitglied der Freien Demokratischen Partei – FDP. Von 1972 bis 1973 war er stellvertretender Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes und von 1975 bis 1976 Landesvorsitzender der Jungdemokraten in Schleswig-Holstein. Dem Landesvorstand der FDP gehört er seit 1976 an. Von 1987 bis 1989 war er Vorsitzender des Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde und von 1989 bis 1993 Vorsitzender des schleswig-holsteinischen Landesverbandes. Auf dem Bundesparteitag im März 2013 wurde er als Beisitzer ins Präsidium der Bundespartei gewählt und seit Dezember desselben Jahres ist er stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP.

Bundestagsabgeordneter 1990 bis 1992 und 2002

Im Deutschen Bundestag war Wolfgang Kubicki Anfang der neunziger Jahre ordentliches Mitglied des Wirtschaftsausschusses, des Ausschusses für Forschung und Technologie, des Innenausschusses und des Petitionsausschusses. Im August 1992 legte er sein Bundestagsmandat nieder, nachdem die FDP bei der Landtagswahl 1992 den Wiedereinzug in den Schleswig-Holsteinischen Landtag geschafft hatte und er Fraktionsvorsitzender geworden war.

Bei der Bundestagswahl im September 2002 wurde er über die Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt, legte das Mandat aber bereits im Dezember nieder, um sich weiterhin ganz seinen Aufgaben als Landespolitiker widmen zu können.

Nach seiner Wiederwahl in den Deutschen Bundestag 2017 war er in der vergangenen Wahlperiode als Mitglied des Präsidiums Vorsitzender der Kommission des Ältestenrates für Bau- und Raumangelegenheiten des Deutschen Bundestages. Mit dieser Aufgabe wurde er als Vizepräsident auch für die laufende 20. Wahlperiode betraut.

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