Statement der SED-Opferbeauftragten bei der Übergabe ihres Jahresberichtes 2026 an die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner im Innenhof der Gedenkstätte Hohenschönhausen
Frau Präsidentin,
liebe Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten!
Dass Sie alle hier sind, dass die Spitze unseres Parlamentes in Hohenschönhausen die Opfer der SED-Diktatur würdigt, ist ein wichtiges Signal an die Betroffenen:
Unser Parlament sieht das Leid, das die Menschen hier erfahren mussten. Der Deutsche Bundestag steht fest an der Seite der Opfer!
Wir haben gemeinsam viel erreicht, damit diejenigen zu ihrem Recht kommen,
die in der SED-Diktatur Unrecht erlitten haben.
Die Gesetze von 2025, mit höherer Opferrente und Härtefallfonds, sind eine riesige Erfolgsgeschichte.
Aber der Schatten der Diktatur ist lang. Viele Menschen leiden bis heute an gesundheitlichen, an psychischen Auswirkungen ihrer Haft, ihrer Verfolgung.
Nicht alle erhalten ausreichende Unterstützung. Beispielsweise die damals oft minderjährigen Opfer des DDR-Zwangsdopings.
Ich danke Ihnen, Frau Präsidentin, liebe Frau Klöckner, und weiß Sie an meiner Seite:
Wir bleiben in unserem Engagement verlässlich.
Unsere Demokratie lässt die Opfer der SED-Diktatur nicht allein!