25. August 2026 Service

35. Jahrestagung der Ostseeparlamentarierkonferenz vom 30. August bis 1. September 2026 in Lübeck

Eine Delegation des Deutschen Bundestages nimmt vom 30. August bis 1. September 2026 an der 35. Jahrestagung der Ostseeparlamentarierkonferenz in Lübeck teil. Sie besteht aus den Abgeordneten Johannes Schraps (SPD, Ltg.), Georg Günther, Sebastian Schmidt (beide CDU/CSU), Gereon Bollmann (AfD) und Luise Amtsberg (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Bundesaußenminister Johann Wadephul ist einer der Ehrengäste der Tagung.

Das Thema der Baltic Sea Parliamentary Conference unter der Präsidentschaft des Schleswig-Holsteinischen Landtages lautet „Youth. Set. Sail. – For a thriving Baltic Sea Region“. Abgeordnete aus zehn nationalen, sieben regionalen Parlamenten und aus drei parlamentarischen Organisationen diskutieren, wie die Jugend besser in demokratische Prozesse innerhalb der Ostseeregion integriert werden kann. Auch werden die Gestaltung einer erfolgreichen Ostseeregion und die Stärkung der Cyber- und Informationsresilienz zur Förderung der Demokratie in der gesamten Ostseeregion im Mittelpunkt stehen.

Parallel dazu findet das Baltic Sea Parliamentary Youth Forum statt. Die Teilnehmer aus dem Ostseeraum im Alter zwischen 18 und 26 Jahren werden in Arbeitsgruppen Empfehlungen erarbeiten. Als neues Tagungsformat wird es in diesem Jahr einen Dialog zwischen den Parlamentariern der BSPC und dem Youth Forum geben, an dem für den Deutschen Bundestag der Delegationsleiter Johannes Schraps teilnimmt. Vertreter des Youth Forums sind zu allen vier Diskussionsrunden des BSPC eingeladen.

Am Ende der 35. BSPC übernimmt Island die einjährige Präsidentschaft der BSPC.

Weitere Informationen zur 35. Jahrestagung der Ostseeparlamentarierkonferenz finden Sie auf der BSPC-Webseite https://www.bspc.net(Externer Link) 

21. August 2026 Service

Forschungsausschuss reist in die USA

Abgeordnete im Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung fliegen vom 20. bis 27. August zu Gesprächen über Fragen der künstlichen Intelligenz, Innovation und internationale Spitzenforschung nach San Francisco. 

Sie nehmen dort an der GAIN-Jahrestagung („German Academic International Network“) teil, einem Netzwerk für deutsche Wissenschaftler im Ausland, das eine Plattform für den Austausch über Forschung, Wissenschaftspolitik und Innovation bietet.

Im Anschluss daran sind Gespräche mit führenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Silicon Valley und in der Bay Area geplant, darunter die Stanford University und University of California in Berkeley.  Bei Treffen mit Unternehmen und Akteuren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz geht es um aktuelle Entwicklungen und Forschungstrends im Bereich der KI und um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. 

Die Delegation besteht aus den Abgeordneten Prof. Dr. Karl Lauterbach (Ltg.), Sebastian Roloff (beide SPD), Joachim Ebmeyer, Adrian Grasse (beide CDU/CSU), Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Kaufmann (AfD) und Ayse Asar (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).
 

21. August 2026 Service

Wochenzeitung „Das Parlament“: CDU-Digitalpolitiker betont Notwendigkeit von mehr digitaler Souveränität Deutschlands und Europas

Vorabmeldung zu einem Interview in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Erscheinungstag: 22. August 2026) 

– bei Nennung der Quelle frei zur sofortigen Veröffentlichung –

In der Debatte über die digitale Sicherheit Deutschlands wirbt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, Thomas Jarzombek (CDU), für weitere Anstrengungen zur Stärkung der digitalen Souveränität in der Bundesrepublik. In einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Das Parlament“ verwies der CDU-Bundestagsabgeordnete auf die Gefahr, dass die Regierung eines anderen Staates etwa in einem Handelskonflikt „bei uns kritische Systeme abschaltet – und zwar nicht nur bei staatlichen Institutionen, sondern in der Industrie, die die Systeme verwendet“. Wenn die 30 größten Fabriken im Land stillstehen, sei das Problem „möglicherweise noch größer, als wenn 30 Referate in Ministerien nicht arbeiten können“.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass beispielsweise in den USA der Cloud-Act „der Regierung ermöglicht, den Zugang zu Informationen auf der Cloud zu bekommen von allen möglichen Nutzern weltweit“. 

Das sei ein viel diskutiertes und auch hinreichend bekanntes Problem. „Wir haben erlebt, dass dem Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag alle Microsoft-Lösungen über Nacht quasi abgeschaltet wurden - auf Anweisung der US-Regierung“, fügte er hinzu. 

Im Kern läuft digitale Souveränität aus Sicht des CDU-Digitalexperten „immer auf Freiheit hinaus: Die Freiheit, einen Dienst ungestört benutzen zu können und ihn so ausgestalten zu können, wie man es gerne hätte“. Es gehöre aber auch die Freiheit dazu, den Dienst einfach wechseln und Alternativen nutzen zu können. Deutsche und europäische Firmen bräuchten mehr Geschäftsvolumen, damit sie auch in mehr in Innovation investieren können. „Je mehr Aufträge aus der Wirtschaft kommen, umso größer werden diese Unternehmen und können auch immer innovativere und konkurrenzfähigere Produkte anbieten“, unterstrich Jarzombek. 

Das Interview im Wortlaut: 

Frage: Herr Jarzombek, warum ist digitale Souveränität für die Bundesregierung so ein wichtiges Ziel? 

Jarzombek: Digitale Souveränität hat im Wesentlichen zwei Dimensionen - eine Wertschöpfungsdimension und die Sicherheitsdimension. Letztere meint die Gefahr, dass die Regierung eines anderen Staates in einem Konflikt, das muss jetzt nicht ein militärischer sein, das kann auch ein Handelskonflikt sein, bei uns kritische Systeme abschaltet. Und zwar nicht nur bei staatlichen Institutionen, sondern in der Industrie, die die Systeme verwendet. Wenn die 30 größten Fabriken im Land stillstehen, ist das Problem möglicherweise noch größer, als wenn 30 Referate in Ministerien nicht arbeiten können.

Frage: Und wie steht es um die Wertschöpfungsdimension? 

Jarzombek: Wenn wir auf die USA schauen, stellen wir fest, dass das Wachstum dort im Wesentlichen aus Technologieunternehmen entstanden ist. Im Bereich KI und Digitalservices prognostizieren manche Studien eine Wertschöpfung von 200 bis 300 Milliarden in allen Industrieanwendungen. Das heißt also, Wertschöpfung verlagert sich von der Hardware, von den Maschinen, hin zu den Softwaredaten und KI-Komponenten. Unser Ziel ist es, an der zusätzlichen Wertschöpfung teilzuhaben. Wir wollen auch verhindern, dass Wertschöpfung, die heute noch in Deutschland ist, in andere Staaten abfließt. 

Frage: Schauen wir mal auf das erstgenannte Problem. Unternehmen wie Microsoft als verlängerter Arm der US-amerikanischen Regierung zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen… Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

Jarzombek: So ist das auch nicht zu verstehen. Aber amerikanische Unternehmen müssen die dortigen Gesetze beachten. In den USA gibt es den Cloud-Act, der der Regierung ermöglicht, den Zugang zu Informationen auf der Cloud zu bekommen von allen möglichen Nutzern weltweit. Das ist ein viel diskutiertes und auch hinreichend bekanntes Problem. Wir haben erlebt, dass dem Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag alle Microsoft-Lösungen über Nacht quasi abgeschaltet wurden - auf Anweisung der US-Regierung. Damit wurde aus einem hypothetischen Szenario eines, das man tatsächlich in der Realität gesehen hat.

Frage: Sich technisch souveräner aufzustellen und Technologie aufzubauen ist komplex und geht nicht über Nacht. Was stimmt sie optimistisch, dass die Europäer, angeführt von Deutschland und Frankreich, in der Lage sind, die Marktmacht amerikanischer und chinesischer Konzerne zu brechen? 

Jarzombek: Es gibt sehr komplexe Definitionen, was digitale Souveränität ist. Im Kern läuft es aus meiner Sicht aber immer auf Freiheit hinaus. Die Freiheit, einen Dienst ungestört benutzen zu können und ihn so ausgestalten zu können, wie man es gerne hätte. Es gehört aber auch die Freiheit dazu, den Dienst einfach wechseln und Alternativen nutzen zu können. Das ist derzeit nicht unmöglich, aber sehr aufwendig. Im BMDS haben wir eine neue Ausschreibung gemacht für unseren eigenen Cloud- und AI-Service. Das lief früher mit Anbietern über Rahmenverträge aus Drittstaaten. Jetzt ist es so, dass tatsächlich lokale Anbieter aus Deutschland zum Zuge kommen. Das ist einmal ein Konstrukt aus Telekom und SAP sowie ein von SVA angeführtes Konsortium mit Codesphere und Schwarz Digits. Damit stärken wir unsere Sicherheit und zugleich die lokale Wertschöpfung. Deutsche und europäischen Firmen brauchen mehr Geschäftsvolumen, damit sie auch mehr in Innovation investieren können. Je mehr Aufträge aus der Wirtschaft kommen, umso größer werden diese Unternehmen und können auch immer innovativere und konkurrenzfähigere Produkte anbieten.

Frage: Mit dem ZenDis hat der Bund ja selber eine Art Entwicklungsplattform geschaffen. Warum?

Jarzombek: Um einerseits den Markt zu beobachten, aber auch um selbst Produkte anzubieten. Stichwort: Open Code als Alternative zu GitHub. Mit OpenDesk gibt es nun ein Office-Paket als Alternative zu Microsoft Office, das Open-Source-Komponenten enthält. Wenn wir schon bei Open-Source sind: Mit unserer Sovereign Tech Agency unterstützen wir jedes Jahr mit einem zweistelligen Millionenbetrag das Open-Source-Infosystem, um hier nicht nur Nutzer zu sein, sondern auch einen Beitrag zu leisten. 

Frage: Wie unterstützt der Bund den Open-Source-Ansatz außerdem?

Jarzombek: Für alles, was der Staat beauftragt, beispielsweise unsere Wallet und die Deutschland-App, gilt der Grundsatz: Public Money, Public Code. Alles, was wir beauftragen, stellen wir auch als Open-Source zur Verfügung. Open-Source ist aber nicht die Lösung für Souveränitätsfragen allein, sondern nur Teil eines Lösungsraums. Grundsätzlich wollen wir mehr Aufträge an bestehende lokale und europäische Tech-Unternehmen, IT-Unternehmen vergeben. Wir wollen aber auch deutlich mehr bei Start-Ups Lösungen kaufen und damit auch neuen Playern helfen, mit wirklich starken Innovationen in den Markt zu kommen. 

Frage: Nur mit Staatsaufträgen allein werden sich die Unternehmen aber nicht im Markt behaupten können, oder?

Jarzombek: Das ist ein richtiger Punkt. Auch ich habe den Eindruck, dass noch zu viele in der Diskussion nicht erkennen, wie wichtig die Rolle der Industrie ist. 

Frage: Dennoch ist der Bund als Ankerkunde wichtig? 

Jarzombek: Wir haben ein IT-Einkaufsvolumen, was bei fünf Milliarden Euro pro Jahr liegt. Das hat für die teilweise noch relativ kleinen Firmen, über die wir hier reden, natürlich schon einen erheblichen Impact. Der Staat kann an der Stelle schon etwas machen - erst recht mit der Staatsquote, die es in Deutschland gibt. Wenn auch Länder und Kommunen sich mit in solche Vergaben reinklinken, wird das schnell schon auch ein großer Brocken. Und wenn man das nochmal europäisch denkt, wird der Brocken noch größer. Da entsteht eine Marktmacht, die man auch nutzen kann, was ja auch die Idee hinter dem Europäischen Cloud and AI Development Act ist.

Frage: Deutschland und Frankreich gelten als Motor Europas bei der digitalen Souveränität. Frankreich setzt aber anders als Deutschland auf staatliche Reglementierung seiner Industrie. Wie geht das zusammen?

Jarzombek: Die EU ist eben kein einzelner Staat, sondern ein Staatenbund. Es gibt Dinge, die man gemeinsam verabredet. Aber es gibt auch noch hinreichend viele Dinge, die die Staaten auch einzeln machen können. Und so ist es auch hier. Wenn man gemeinsam eine Zielvorstellung hat, ist das schon mal gut. Über den Weg dahin, gibt es verschiedene Ansätze. Wir werden jetzt sehen, wie wir das miteinander ausgestalten und müssen am Ende auch in den Verhandlungen einen Kompromisspfad finden. 

Frage: Schauen wir nochmals aufs Geld. Sie haben auf die lokale Wertschöpfung hingewiesen. Gehen die Aufträge an deutsche Unternehmen, wird hier Gewerbesteuer erzielt und werden Arbeitsplätze geschaffen. Reichen die im Bundeshaushalt 2027 eingestellten Mittel für die Anschubfinanzierung deutscher IT-Unternehmen?

Jarzombek: Aktuell schon, sonst hätten wir mehr Geld beantragt. 

Frage: Aber auch das BMDS muss ja zur Haushaltskonsolidierung beitragen…

Jarzombek: Dass auch der IT-Bereich dazu beitragen muss, ist völlig richtig. Für die Entwicklung etwa einer Wallet muss Geld in die Hand genommen werden. Das ist doch völlig klar. Wenn wir jetzt für eine Wallet eine vertrauenswürdige Serverinfrastruktur aufbauen, die im ITZ-Bund läuft, weil es um staatliche Identifikation geht, dann ist es logischerweise teurer, als wenn Sie es in irgendeiner Cloud kaufen, wo auch noch alle möglichen anderen Dinge liegen und wo die Sicherheitsvorkehrungen deutlich geringer sind. Wenn Sie einen Server haben, auf dem Sie alle Steuerdaten Deutschlands verwalten, dann hat der einfach einen anderen Sicherheitsanspruch, als wenn Sie einen Server haben in einer Stadtverwaltung, wo Anwohner- und Parkausweise gespeichert werden. 

Frage: Und wie kann dennoch gespart werden? 

Jarzombek: Durch den Deutschland-Stack und den Zustimmungsvorbehalt. Es ist doch ein absoluter Wahnsinn, dass in der Vergangenheit in der Bundesverwaltung jeder auch noch immer wieder eigene IT-Lösungen gebaut hat. Wir können hier ganz erhebliche Einspareffekte erzielen, indem wir Dinge konsolidieren. Der Deutschland-Stack ist ein Set von Standardkomponenten. Alle, die jetzt in der Bundesverwaltung neue IT-Projekte machen, müssen sich das von uns genehmigen lassen - das ist der sogenannte Zustimmungsvorbehalt. Durch diese Instrumente haben wir jetzt schon mehr als 100 Millionen Euro Einsparungen in den ersten Monaten erreicht. Das ist doch schon mal was.

 

7. August 2026 Service

Wochenzeitung „Das Parlament“: SPD-Abgeordnete Sanae Abdi warnt vor Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit

Vorab-Meldung zu einem Interview in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Erscheinungstag der Themenausgabe „Entwicklungszusammenarbeit“: 08. August 2026)

– bei Nennung der Quelle frei zur sofortigen Veröffentlichung –

Die entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sanae Abdi, warnt vor den Folgen der Kürzungen im Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). „Was wir jetzt einsparen, wird hinterher mehr Geld kosten, wenn sich wieder mehr Menschen auf die Flucht begeben oder die Klimakatastrophe voranschreitet“, sagte sie im Interview mit der Wochenzeitung „Das Parlament“. Dort, wo sich Deutschland zurückziehe, füllten außerdem Staaten wie Russland und China die Lücke. Deutschland brauche mehr Entwicklungszusammenarbeit und mehr Investitionen in globale Partnerschaften statt weniger.

Immer wieder erneuerte Vorschläge, das BMZ aufzulösen und dessen Aufgaben in das Auswärtige Amt zu überführen, wies Abdi zurück. „Entwicklungszusammenarbeit muss ein eigenständiges strategisches Instrument bleiben.“ Die Erfahrungen aus Großbritannien zeigten, dass eine Zusammenlegung Kompetenzen verwässere und entwicklungspolitische Ziele in den Hintergrund gerieten. „Wer Krisen weltweit vorbeugen, stabile Partnerschaften aufbauen und Deutschlands Interessen langfristig stärken will, braucht ein starkes BMZ mit eigenem politischem Gewicht“, betonte die Sozialdemokratin.

Das Interview im Wortlaut:

Das Parlament: Frau Abdi, Sie sind in Marokko geboren und haben vor Ihrem Einzug in den Bundestag bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Entwicklungsprojekt für nachhaltige Textillieferketten gemanagt. Wie sehr prägt beides Ihre Arbeit als Entwicklungspolitikerin?

Sanae Abdi: Insbesondere die Arbeit bei der GIZ hat mich dazu bewogen, mich im Bundestag weiter um Entwicklungspolitik zu kümmern. Das Projekt hat zur Entstehung des Lieferkettensorgfaltsgesetzes beigetragen, das größere Unternehmen heute verpflichtet, sich um faire Arbeitsbedingungen in ihren Lieferketten zu kümmern. Zu sehen, wie solche Initiativen ins Parlament kommen und welche Auswirkungen parlamentarische Entscheidungen auf globale Strukturen haben können, hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Das Parlament: Warum braucht Deutschland Entwicklungszusammenarbeit?

Abdi: Es ist interessant, dass Sie die Frage so stellen. Aber es ist ja richtig: EZ dient nicht nur karitativen, selbstlosen Zwecken, sondern auch deutschen Interessen. Deutschland profitiert von verlässlichen Partnerschaften und als Exportnation von guten Handelbeziehungen. Bessere Lebensbedingungen in anderen Ländern verhindern, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Es geht aber auch um Verantwortung. Denn als Industrienation hat alles, was wir produzieren, womit wir handeln und mit dem wir unser Wachstum erwirtschaften, globale Auswirkungen.

Das Parlament: Dass die Bundesregierung die EZ stärker an Eigeninteressen wie Absatzförderung und Migrationssteuerung ausrichten will, stößt bei Hilfsorganisationen auf Kritik. Gerät der Kampf gegen Hunger und Armut ins Hintertreffen?

Abdi: Nein, denn auch der ist im deutschen Interesse. Ich möchte nicht, dass Menschen an vermeidbaren Krankheiten sterben oder sich wegen schlechter Lebensbedingungen auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer machen. Darüber hinaus war die deutsche EZ schon immer interessenorientiert; vielleicht haben wir das bisher nur weniger betont. Wenn wir auf Augenhöhe mit unseren Partnern arbeiten wollen, müssen wir unsere eigenen Vorstellungen und Interessen benennen, das gehört zu einem ehrlichen und vertrauensvollen Umgang.

Das Parlament: In einer Umfrage des Deutschen Evaluierungsinstituts für Entwicklungszusammenarbeit haben sich 2025 nur noch 52 Prozent der Befragten für gleichbleibende oder höhere EZ-Mittel ausgesprochen, 2022 waren es 68 Prozent. Warum verliert die EZ so stark an Akzeptanz?

Abdi: Das hat viel mit Fake News und Desinformationskampagnen zu tun, die vor allem von rechten Netzwerken ausgehen. Das führt zu falschen Vorstellungen: Als die Menschen gefragt wurden, wie hoch ihrer Ansicht nach der Anteil der EZ-Ausgaben am Bundeshaushalt ist, nannten sie Zahlen zwischen zwölf und 20 Prozent, dabei hat der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gerade einmal einen Anteil von zwei Prozent. Grundsätzlich glaube ich, dass der solidarische Gedanke in unserer Gesellschaft weiterhin stark ist. Das kann man auch an der hohen Spendenbereitschaft bei Erdbeben oder Flutkatastrophen sehen.

Das Parlament: Ein großer Teil der Befragten hielt die EZ aber auch für wenig wirksam oder gar wirkungslos.

Abdi: Dabei hat sie weltweit große Fortschritte erzielt! Mein Geburtsland Marokko ist zum Beispiel auf dem besten Weg, seine Energie bald nur noch aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Dazu beigetragen haben deutsche Solarprojekte, die in der Wüste Marokkos umgesetzt wurden. Ähnliche gute Ergebnisse gibt es im Gesundheitsbereich. Da konnten Krankheiten wie HIV/Aids sehr weit zurückdrängt werden. Allerdings gefährden Einsparungen und der Rückzug der USA aus der internationalen Entwicklungszusammenarbeit die Erfolge. Strukturen drohen dadurch nachhaltig beschädigt werden.

Das Parlament: Auch Deutschland hat seine Mittel massiv reduziert und plant 2027 weitere Kürzungen. Dabei haben Sie eben betont, wie wichtig Entwicklungszusammenarbeit auch für Deutschland ist. Wie passt das zusammen?

Abdi: Die Kürzungen sind ein großer Fehler, da sind sich alle Fachpolitiker in den demokratischen Fraktionen einig. Was wir jetzt einsparen, wird hinterher mehr Geld kosten, wenn sich wieder mehr Menschen auf die Flucht begeben oder die Klimakatastrophe voranschreitet. Dort, wo sich Deutschland zurückzieht, füllen außerdem Staaten wie Russland und China die Lücke. Wie wir abgestraft werden, wenn wir nicht zu unserem Wort stehen, kann man an der gescheiterten UN-Sicherheitsratswahl sehen. Für mich ist die Lehre daraus: Wir brauchen mehr Entwicklungszusammenarbeit und mehr Investitionen in globale Partnerschaften.

Das Parlament: Haben Sie Hoffnung, dass Sie in den anstehenden Haushaltsverhandlungen eine Aufstockung der Mittel erreichen können?

Abdi: Ich bin da angesichts der derzeitigen Haushaltslage wenig zuversichtlich. Wir als SPD haben aber einen konkreten Vorschlag gemacht, wie wir den Haushalt kurzfristig entlasten könnten. Er sieht vor, dass wir bei den EZ-Mitteln für die Ukraine die sogenannte Bereichsausnahme genauso geltend machen wie im militärischen Bereich. Das bedeutet, dass die Bundesregierung auch für EZ-Maßnahmen Kredite aufnehmen könnte, ohne dass diese auf die Schuldenbremse angerechnet würden. Langfristig brauchen wir aber vor allem strukturelle Reformen.

Das Parlament: SPD-Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat gerade ein Reformkonzept vorgelegt, das ab Sommer 2027 umgesetzt werden soll. Geht das in die richtige Richtung?

Abdi: Die Ziele, weniger Bürokratie, eine stärkere strategische Ausrichtung und die Priorisierung der Hungerbekämpfung, unterstütze ich. Wir sehen ja gerade durch die Blockade der Straße von Hormus und der drohenden Hungerkatastrophe in einigen Ländern, wie aktuell und zentral die Bekämpfung von Hunger ist. Entscheidend ist aber, dass Reformen nicht zum Vorwand für weitere Kürzungen werden, denn ohne ausreichende Mittel kann auch die beste Reform ihre Wirkung nicht entfalten.

Das Parlament: Was halten Sie für notwendig, um die deutsche EZ besser zu machen?

Abdi: Definitiv eine bessere Abstimmung mit europäischen Partnern, weniger Bürokratie und mehr lokale Verantwortung. Wir sollten uns auch stärker auf wirksame Programme konzentrieren und die EZ enger mit Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik verzahnen. Wir brauchen finanzpolitische Instrumente, die Unternehmen ein Engagement in der EZ erleichtern. Gleichzeitig müssen wir das internationale Finanzsystem reformieren, damit Partnerländer mehr eigene finanzielle Spielräume für Investitionen gewinnen.

Das Parlament: Wie finden Sie die Idee der Union, das BMZ aufzulösen und dessen Aufgaben in das Auswärtige Amt zu überführen?

Abdi: Entwicklungszusammenarbeit muss ein eigenständiges strategisches Instrument bleiben. Die Erfahrungen aus Großbritannien zeigen, dass eine Zusammenlegung Kompetenzen verwässert und entwicklungspolitische Ziele in den Hintergrund geraten. Wer Krisen weltweit vorbeugen, stabile Partnerschaften aufbauen und Deutschlands Interessen langfristig stärken will, braucht ein starkes BMZ mit eigenem politischem Gewicht.

Das Interview führte Johanna Metz.

Sanae Abdi (SPD) ist die erste deutsch-marokkanische Abgeordnete im Bundestag, dem sie seit 2021 angehört. Sie ist entwicklungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

6. August 2026 Service

TERMINHINWEIS: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hält Rede zum 65. Jahrestag des Mauerbaus

Zeit: Donnerstag, 13. August 2026, 10.00 - 11.15 Uhr
Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer (Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße 4, 10115 Berlin und Denkmal, Bernauer Straße/ Ecke Ackerstraße)

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hält Bundestagspräsidentin Julia Klöckner eine Rede in der Gedenkstätte Berliner Mauer. Zur zentralen Gedenkveranstaltung in der Kapelle der Versöhnung werden auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erwartet. Anschließend werden Kränze am Denkmal der Gedenkstätte zur Erinnerung an die Teilung Berlins und die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft niedergelegt.

Akkreditierung:
Eine Akkreditierung ist für alle Journalistinnen und Journalisten unter Angabe von Name, Geburtsdatum sowie des vertretenen Mediums bzw. Presseausweis erforderlich. Für eine Teilnahme an der Veranstaltung müssen Sie sich bis zum Freitag, 7. August 2026, 12 Uhr per E-Mail registrieren unter: presse@stiftung-berliner-mauer.de(E-Mail).
Die Zu- bzw. Absagen erfolgen nach Ablauf der Akkreditierungsfrist per E-Mail. Eine Nachakkreditierung nach Ende der Anmeldefrist nicht möglich. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der örtlichen Begebenheiten nur eine begrenzte Zahl an Journalistinnen und Journalisten Zugang zu einigen Programm- und Bildpunkten erhalten kann. Eine Akkreditierung garantiert keine Teilnahme und Zulassung.

3. August 2026 Service

Bürgersprechstunde des Petitionsausschusses bei der Messe „Ostbayernschau“ in Straubing (Bayern)

Zeit: Samstag, 8. August 2026 - Sonntag, 9. August 2026
Ort: Messestand des Deutschen Bundestages in Halle 15, Stand MH 1524

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages veranstaltet am Samstag, den 8. August 2026, und am Sonntag, den 9. August 2026, eine Bürgersprechstunde bei der „Ostbayernschau“ in Straubing.

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages ist zuständig für Probleme im Umgang mit den Behörden des Bundes sowie für alle Anliegen, die in die Gesetzgebungskompetenz des Bundes fallen. Er greift Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern auf und leitet diese dem Parlament zu. Dabei ist es den Mitgliedern des Petitionsausschusses wichtig, schnell und unkompliziert zu helfen.

Nach jetziger Planung stehen am Messestand folgende Abgeordnete als Ansprechpartner zur Verfügung:

  • am 8. August: Manfred Schiller (AfD), voraussichtlich in der Zeit von 12 bis 15 Uhr
  • am 9. August: Tina Winklmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN), voraussichtlich in der Zeit von 12 bis 14 Uhr

Der Deutsche Bundestag ist während der gesamten Messezeit vom 8. bis 16. August mit seinem Stand bei der „Ostbayernschau“ in Straubing vertreten.

27. Juli 2026 Service

Hinweis für Medienvertreter: Sondersitzung der CDU/CSU-Fraktion am Mittwoch, 29. Juli 2026 im Plenarsaal (Reichstagsgebäude)

Aufgrund von Bauarbeiten auf der Fraktionsebene des Reichstagsgebäudes findet die Sondersitzung der CDU/CSU-Fraktion am Mittwoch, 29. Juli 2026 im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes statt.

Die Sondersitzung ist nicht öffentlich. Aus diesem Grund kann es für Medienvertreter auf der Plenarsaalebene im Reichstagsgebäude während der Sondersitzung zu Einschränkungen kommen. Vor und während der Sitzung sind im Plenarsaal, im räumlichen Umfeld des Plenarsaals bzw. auf der Plenarsaalebene Auftaktbilder, Foto- und Filmaufnahmen nicht gestattet. 
 

23. Juli 2026 Service

Wochenzeitung „Das Parlament“: CDU-Rentenpolitiker Reddig sieht Rentenreform als Trendwende

Vorab-Meldung zu einem Interview in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Erscheinungstag: 25. Juli 2026)

-- bei Nennung der Quelle frei zur sofortigen Veröffentlichung --

Der CDU-Abgeordnete und Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Pascal Reddig, wertet die Arbeit der Rentenkommission als Erfolg. „Durch den Druck, den wir in der Debatte erzeugt haben, ist jetzt ein deutlich schnelleres und vor allem gutes Ergebnis gelungen,“ sagt Reddig im Interview mit der Zeitung „Das Parlament“. Der Beitragssatz werde 2028 zwar steigen, er könne aber in den 2030er Jahren stabilisiert oder sogar gesenkt werden. „Damit schaffen wir eine Trendwende.“

Heftige Widerstände haben die Vorschläge der Kommission zur geplanten Integration von Minijobs in die reguläre Sozialversicherung ausgelöst. Gastronomie und Handel protestieren besonders massiv. Reddig hält dagegen: „Es geht nicht darum, diese Beschäftigungsmöglichkeiten abzuschaffen, sondern darum, sie in die regulären Systeme einzubeziehen.“ Das soll insbesondere Selbstständige und Minijobber besser im Alter absichern. Im Gesetzgebungsverfahren müsse man aber „eine praxistaugliche Lösung formulieren“.

Als wichtige neue Säule befürwortet Reddig die sogenannte „Schwedenrente“, eine kapitalgedeckte Lösung innerhalb der Rentenversicherung. Sie sei einfacher umzusetzen als eine verpflichtende Betriebsrente und könne mittelfristig das Rentenniveau deutlich erhöhen.

Reddig betont, dass die Reform ein ausgewogener Kompromiss sei. Union und SPD hätten Positionen räumen müssen. „Hinter unserer Idee kann sich eine breite Mitte der Bevölkerung versammeln.“ Besonders warnt er vor dem Herausnehmen einzelner Elemente: Die Maßnahmen hätten diverse Wechselwirkungen; wer einen Baustein herausnehme, gefährde „die Statik und Balance der Gesamtkonstruktion“.

Das Interview im Wortlaut:

Das Parlament: Herr Reddig, hat sich der Aufstand der jungen Renten-Rebellen der Union im letzten Herbst gelohnt?

Pascal Reddig: Ja. Im Koalitionsvertrag war vereinbart, dass die Rentenkommission erst zur Mitte der Legislatur ihre Ergebnisse vorlegen soll. Durch den Druck, den wir in der Debatte erzeugt haben, ist jetzt ein deutlich schnelleres und vor allem gutes Ergebnis gelungen. Für uns ging es ja nie darum, etwas zu verhindern. Wir haben für eine bessere Politik gekämpft.   
  
Das Parlament: Bei welchen Kompromissen zugunsten älterer Arbeitnehmer und Rentner mussten Sie als junger Abgeordneter besonders tapfer sein?

Reddig: Mich schmerzt, dass wir es nicht geschafft haben, kurzfristig eine Stabilisierung des Beitragssatzes hinzubekommen. Die Reform kommt dafür leider 15 Jahre zu spät. Wir mussten verschiedene Ziele in Einklang bringen: die Verlässlichkeit der Renten, mehr Generationengerechtigkeit und die Finanzierbarkeit des Systems. Der Beitragssatz wird 2028 steigen, weil jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Das war mit der Reform nicht zu verhindern. Trotzdem bin ich zufrieden, weil wir den Beitragssatz in den 2030er Jahren mit einem Maßnahmenmix stabilisieren, vielleicht sogar senken können. Damit schaffen wir eine Trendwende.
 
Das Parlament: Abgeordnete, Selbstständige und Vorstandschefs von Unternehmen sollen künftig in die Rentenkasse einzahlen, Beamte aber nicht.

Reddig: Die Kommission hätte es sich einfach machen und die sofortige Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rente empfehlen können. Doch wir haben uns eine realistische Brille aufgesetzt. Die Einbeziehung hätte zunächst die Haushalte von Bund und Ländern stark belastet, weil sofort Sozialversicherungsbeiträge für Beamte fällig geworden wären. Die Steuerzahler wären erstmal belastet und die gesetzliche Rentenversicherung langfristig dennoch nicht finanziell entlastet worden. Außerdem bräuchte es eine Verfassungsänderung.
 
Das Parlament: Die Beamten kommen also ungeschoren davon?

Reddig: Nein. Wir werden die Systeme – Rentenversicherung und Pensionen – stärker angleichen. Die Verbeamtung soll auf bestimmte Bereiche eingegrenzt werden. Die Höhe der Pensionen soll sich an den letzten fünf bis zehn Jahren des Berufslebens bemessen statt an aktuell zwei Jahren. Reformen bei der gesetzlichen Rente sollen deckungsgleich auf die Beamtenpensionen übertragen werden.

Das Parlament: Die Ausweitung der Mütterrente rühren Sie nicht an. Haben Sie Angst vor Markus Söder und der CSU?

Reddig: Wir haben als Kommission entschieden, von der Koalition bereits beschlossene Maßnahmen nicht wieder rückgängig zu machen, sondern nach vorn zu blicken. Durch die Einführung von Freibeträgen bei der Grundsicherung im Alter sorgen wir aber dafür, dass die Mütterrente mehr bei den Müttern ankommt, die sie tatsächlich brauchen.

Das Parlament: Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit fällt sehr moderat aus, das Renteneintrittsalter wird in großen Zeitabschnitten auf 70 Jahre erhöht. Wird das reichen, um die Renten zukunftsfest zu machen?

Reddig: Wenn wir als Gesellschaft länger leben, ist es richtig, dass wir auch einen Teil der längeren Lebenszeit in Arbeit verbringen. Die viel diskutierte „Rente mit 70“ würde aber erst zum Ende des Jahrhunderts kommen, wenn die Lebenserwartung weiter wie prognostiziert steigt. Zukunftsfest und generationengerecht wird die Rente auch durch die Wiedereinführung der demografischen Dämpfungsfaktoren, die Abschaffung der Rente mit 63 und die Anhebung der Altersgrenzen bei den Frührenten.
 
Das Parlament: Gegen die faktische Abschaffung der Minijobs laufen Gastronomie und Handel nun aber Sturm.
 
Reddig: Es geht nicht darum, diese Beschäftigungsmöglichkeiten abzuschaffen, sondern darum, sie in die regulären Systeme der Sozialversicherung einzubeziehen. Das ist eine Entscheidung zugunsten einer besseren Absicherung im Alter. Besonders viele Selbständige und Minijobber sind im Alter auf Grundsicherung angewiesen, dem wollen wir entgegenwirken. Außerdem hätte der Schritt positive Beschäftigungsanreize. Es wird im Gesetzgebungsverfahren darauf ankommen, eine praxistaugliche Lösung zu formulieren.

Das Parlament: Widerspruch kommt auch aus den Ländern, unter anderem von Manuela Schwesig (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern. Sehen Sie darin noch eine Gefahr für das Paket?

Reddig: Die meisten Rentengesetze sind nicht zustimmungspflichtig. Trotzdem ist für uns wichtig, dass die Länder mit an Bord sind. Es gab von dort vor allem positive Rückmeldungen. Wir müssen jetzt aufpassen, keine Rosinenpickerei zu betreiben. Wenn man einen Baustein aus unserem Konzept herausnimmt, muss jedem klar sein, dass das Haus bröckeln kann. Die Maßnahmen unserer Empfehlungen haben diverse Wechselwirkungen, die für Ausgewogenheit sorgen.

Das Parlament: Riecht das nicht nach der Methode: Friss, Vogel, oder stirb?

Reddig: Die Entscheidung trifft der Bundestag. Wir haben einen Vorschlag gemacht. Unsere Verantwortung ist, darauf hinzuweisen, dass die Einzelmaßnahmen zum Rentenbeitrag, zum Renteneintritt, zum Rentenniveau und zu den Ausgaben so miteinander zusammenhängen, dass man nicht einzelne Bausteine herausnehmen kann, ohne die Statik und Balance der Gesamtkonstruktion zu gefährden.
 
Das Parlament: Auf eine verpflichtende Betriebsrente als wichtige Säule der Altersversorgung konnten Sie sich nicht verständigen. Warum?

Reddig: Wir haben uns angeschaut, wie andere Länder es geschafft haben, deutlich höhere Versorgungsniveaus in der Alterssicherung zu bewirken. Da sind wir in Schweden gelandet…

Das Parlament: … bei der Kapitalrente.

Reddig: Genau. Diese Lösung erlaubt, die Kosten möglichst gering und das Modell möglichst einfach zu halten. Die „Schwedenrente“ sorgt dafür, dass die Renten für alle mittel- und langfristig deutlich ansteigen können.

Das Parlament: Die Rente mit 63 wird abgeschafft, die Altersteilzeit eingeschränkt, der Nachhaltigkeitsfaktor kehrt zurück – täuscht der Eindruck, dass die SPD als Juniorpartner in der Koalition mehr Kröten schlucken musste?

Reddig: Wir haben ein ausgewogenes Konzept erarbeitet, bei dem jede und jeder in der Kommission seine politische Position überdenken musste. Es ging nicht darum, der SPD etwas zu geben, dann der CDU und schließlich der CSU. Wir wollten konkrete Lösungen für bestehende Probleme finden. Dafür musste dann mal Annika Klose (SPD) eine parteipolitische Position räumen, aber ebenso auch Florian Dorn (CSU) und ich. Wenn wir das nicht geschafft hätten, wären wir nicht zu einem so guten Ergebnis gelangt. Wir sind den Erwartungen gerecht geworden und haben einen sozialen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen und Generationen hergestellt. Hinter unserer Idee kann sich eine breite Mitte der Bevölkerung versammeln.

Das Interview führte Gunther Hartwig.

Pascal Reddig (CDU) ist seit 2025 Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sowie Vize-Bundesvorsitzender der Jungen Union. Er ist unter anderem Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales.
 

10. Juli 2026 Service

Parlamentariergruppe reist nach Rumänien und Moldau

Vom 13. bis 17. Juli 2026 reist eine Delegation der Parlamentariergruppe Bulgarien-Moldau-Rumänien zu Gesprächen mit Parlamentariern und Vertretern der Zivilgesellschaft nach Rumänien und Moldau.

Vor den Treffen mit Abgeordneten in Bukarest geht es in Temeswar um Belange der deutschen Minderheit in Rumänien, danach in der Hauptstadt Moldaus u.a. um die europäische Integration.

Die Delegation besteht aus den Abgeordneten Raimond Scheirich (Ltg., AfD), Bettina Hagedorn (SPD) und Julian Joswig (Bündnis 90/Die Grünen)
 

10. Juli 2026 Service

Wochenzeitung „Das Parlament“: Grünen-Gesundheitspolitiker Dahmen warnt vor höheren Krankenkassenbeiträgen 2027

Vorabmeldung zu einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung
„Das Parlament“ (Erscheinungstag: 11. Juli 2026)
- bei Nennung der Quelle frei zur sofortigen Veröffentlichung -

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen rechnet auch 2027 mit höheren Beiträgen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Regelungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz reichten nicht aus, um für 2027 Beitragssatzstabilität seriös zu versprechen. „In allen Folgejahren wird das Defizit der GKV noch höher ausfallen. In Kombination dieser Effekte hält das Gesetz nicht, was es verspricht“, sagte Dahmen der Wochenzeitung „Das Parlament“.

Dahmen sprach mit Blick auf höhere Beiträge, steigende Kosten und weniger Leistungen von einer lose-lose-lose-Situation, einer Verlierer-Situation für alle: „Die Qualität sinkt, die Versorgungssicherheit nimmt ab, die Zusatzbeiträge werden steigen. So zahlen die Menschen am Ende mehr für eine schlechtere Versorgung.“ Er warf der Bundesregierung mit Blick auf das Verfahren eine schlechte Gesetzgebung vor. Die kurzfristig eingebrachten Änderungen hätten keine Verbesserung, sondern eine „Verschlimmbesserung“ gebracht. Er kritisierte: „Das versprochene Ziel der Beitragssatzstabilität wird damit keinesfalls erreicht. Die angestrebten Einsparungen von 19 Milliarden Euro können gar nicht dargestellt werden.“ Mit den Änderungen werde auch die Pflicht für Krankenkassen gestrichen, ihre Versicherten über Beitragssteigerungen zu informieren. „Das schlägt dem Fass den Boden aus“, erklärte Dahmen.

Das Interview im Wortlaut:

Das Parlament: Herr Dahmen, Sie sehen das Sparpaket für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kritisch. Können Sie der Reform auch etwas Positives abgewinnen?

Dahmen: Ich spreche der Bundesregierung und den Koalitionsfraktionen nicht grundsätzlich gute Intentionen ab. Die Sozialversicherungsbeiträge sind in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, dass nicht nur Arbeit immer teurer geworden ist und die Wirtschaft unter hohen Lohnnebenkosten leidet, sondern dass 75 Millionen gesetzlich Krankenversicherte durch immer höhere Beiträge stark belastet sind. Es gibt also Handlungsdruck, und ich erkenne an, dass die Regierung mit dem Gesetz versucht, für diese Probleme politische Antworten zu finden.

Das Parlament: Trotzdem sind Sie unzufrieden. Wo liegt aus Ihrer Sicht das Problem?

Dahmen: Die Art und Weise, wie dieses Gesetz im Verfahren und in der Sache umgesetzt wird, führt dazu, dass die Versorgungssicherheit und die Versorgungsqualität für die große Mehrheit der Menschen in diesem Land abnimmt. Schlechte Gesetzgebung führt hier zu einem schlechten Gesetz. Im Bereich der Krankenhäuser droht der größte Job-Abbau, den das deutsche Gesundheitswesen je gesehen hat mit dem Verlust von bis zu 140.000 Arbeitsplätzen. 
Die Finanzierungsgrundlage der Kliniken wird so pauschal mit dem Rasenmäher gekürzt, dass große Versorger, aber auch Kliniken in ländlichen Regionen, in große wirtschaftliche Not geraten. Auch Rettungsdienst- und Luftrettungsstandorte sind in Gefahr. Damit wird der eigentlich beabsichtigte strukturierte Krankenhausreformprozess aus der vergangenen Legislatur ausgehebelt und ad absurdum geführt. Auch die Terminverfügbarkeit in Arztpraxen wird abnehmen. Die Auswirkungen sind insgesamt gravierend. Wir bekommen ein Kürzungsgesetz, das großen Schaden anrichtet.

Das Parlament: Ist das Gesetz mit den vielen Änderungen besser geworden?

Dahmen: Die Koalition hat in einer politischen Nacht- und Nebelaktion um 18.37 Uhr am Montag fast 300 Seiten mit Änderungen vorgelegt. Das Ergebnis ist ein nahezu neu geschriebenes Gesetz, das keine Verbesserung, sondern eine Verschlimmbesserung darstellt. Das versprochene Ziel der Beitragssatzstabilität wird damit keinesfalls erreicht. Die angestrebten Einsparungen von 19 Milliarden Euro können gar nicht dargestellt werden. Mit den Änderungen wird auch die Pflicht für Krankenkassen gestrichen, ihre Versicherten über Beitragssteigerungen zu informieren. Das schlägt dem Fass den Boden aus.

Das Parlament: Sie haben einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht gestellt, um die Verabschiedung des Gesetzes zu verhindern. Warum?

Dahmen: Ich klage nicht gegen die Mehrheiten, sondern für die Rechte der Abgeordneten und des Parlaments, für eine ordnungsgemäße, gute Gesetzgebung. Die Bürger erwarten von den Abgeordneten, dass sie die Folgen dessen, was sie beschließen, abschätzen können. Das scheint mir in diesem Fall wegen der Kürze der Zeit nicht gegeben.

Das Parlament: Fällt die Reform, wie von Ministerin Warken versprochen, ausgewogen aus?

Dahmen: Dem würde ich ausdrücklich widersprechen. Auch Menschen, die sich mit Gesundheitspolitik nicht so gut auskennen, haben ein feines Gespür dafür, wo es Ungerechtigkeiten gibt. Anders als von der Finanzkommission Gesundheit empfohlen, nimmt sich der Bund für den steuerlichen Ausgleich der Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehern weitgehend aus der Verantwortung. Auf der Ausgabenseite wird die Pharmaindustrie nicht nur geschont, sondern letztlich sogar belohnt, während Kliniken, Arztpraxen, Hebammen und Psychotherapeuten bei den Einsparungen umso mehr herangezogen werden.

Das Parlament: Zur Pharmaindustrie hat es unterschiedliche Einschätzungen gegeben, ob die Hersteller tendenziell entlastet oder belastet werden. Wie sehen Sie das?

Dahmen: Für den kurzfristigen Vorteil einer geringfügig besseren Finanzierung der Krankenkassen ist die Deckelung der Ausgaben im Fall der Pharmaindustrie aufgegeben worden. Die Finanzlage der Krankenkassen bei den Arzneimittelausgaben wird mit so mittel- und langfristig erheblich verschlechtert. Die Lobbyisten haben erreicht, dass der Pharmabereich der einzige im Gesundheitswesen ist, bei dem künftig die Ausgaben nicht an die Grundlohnsumme gekoppelt und damit gedeckelt sind. Unter dem Strich ist die Pharmaindustrie durch Lobbyeinfluss die Gewinnerin des Gesetzgebungsverfahrens.

Das Parlament: Sie haben schon erklärt, dass die Beitragssatzstabilität infrage steht. Dann müssten sich die Versicherten somit nicht nur auf weniger Leistungen und höhere Kosten einstellen, sondern auch auf weiter steigende Beiträge?

Dahmen: So ist es. Es ist eine lose-lose-lose-Situation: Die Qualität sinkt, die Versorgungssicherheit nimmt ab, die Zusatzbeiträge werden steigen. So zahlen die Menschen am Ende mehr für eine schlechtere Versorgung.

Das Parlament: Wie haltbar ist diese Finanzreform über 2027 hinaus?

Dahmen: Die beschlossenen Regelungen reichen noch nicht einmal aus, um für 2027 Beitragssatzstabilität seriös zu versprechen. In allen Folgejahren wird das Defizit der GKV noch höher ausfallen. In Kombination dieser Effekte hält das Gesetz nicht, was es verspricht.

Das Parlament: In dieser Woche ist auch die Reform der Notfallversorgung erstmals beraten worden. Wie wichtig ist das für die Finanzlage der GKV?

Dahmen: Die Notfallreform ist eine extrem wichtige Strukturreform, die schon in der vergangenen Legislatur beschlussfertig ausgearbeitet war und nun endlich zur Beratung vorliegt. Patienten und Personal warten auf dieses Gesetz. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz droht jedoch der Notfallreform die strukturelle Finanzierungsgrundlage zu entziehen, etwa für den Rettungsdienst, die Luftrettung oder die Notaufnahmen. Das eigentlich in der Reform angelegte Einsparpotenzial von bis zu fünf Milliarden Euro kann durch diese Rasenmäher-Kürzungsmethode vermutlich nicht gehoben werden.

Das Parlament: Ende des Jahres will die Finanzkommission Gesundheit wieder Vorschläge präsentieren, diesmal für Strukturreformen. Welche Erwartungen haben Sie an die Empfehlungen der Experten?

Dahmen: Die Entkoppelung des aktuellen Kürzungsgesetzes von den Strukturreformen halte ich für einen politisch-handwerklichen Fehler. Mit den pauschalen Kürzungen werden jetzt bereits strukturell Fakten geschaffen. Bedarfsnotwendige Strukturen werden unterminiert. Was schon kaputt ist, kann später nicht mehr geheilt werden. Hier sehe ich auch als Arzt einen großen Fehler.

Das Parlament: Wenn man die Diskussion über die Probleme im Gesundheitssystem verfolgt, könnte man meinen, es steht auf der Kippe. Ist die Sorge berechtigt?

Dahmen: Unser Gesundheitswesen steht vor riesigen Umbrüchen. Wir haben einen großen strukturellen Reformstau. Dadurch könnte in einer älter werdenden Gesellschaft die Versorgungssicherheit und -qualität sinken, während die Kosten steigen. Das darf alles nicht so eintreten.

Die Fragen stellte Peter Kosfeld.

Janosch Dahmen (44) ist Arzt und seit 2020 Mitglied des Bundestages. Er ist gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. 
 

10. Juli 2026 Service

Parlamentarischer Beirat für nachhaltige Entwicklung in New York

Eine Delegation des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen (PBnEZ) reist vom 12. bis 17. Juli zum diesjährigen „High-Level Political Forum on Sustainable Development 2026 (HLPF)“ nach New York.

Im Mittelpunkt stehen Fortschrittsüberprüfungen zu fünf zentralen Nachhaltigkeitszielen (sog. SDGs) und die Einbindung der Jugend- und Zivilgesellschaft, besonders folgende Ziele:
-    SDG 6:    Wasser und Sanitärversorgung
-    SDG 7:    Bezahlbare und saubere Energie
-    SDG 9:    Industrie, Innovation und Infrastruktur
-    SDG 11:    Nachhaltige Städte und Gemeinden
-    SDG 17    Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Dies war Gegenstand in entsprechenden Sachverständigenanhörungen.

Zur Ermittlung globaler Trends befasst sich das Gremium im Rahmen des aktualisierten SDG-Index und des offiziellen Fortschrittsberichts der UN mit dem Stand der Umsetzung der 17 Ziele in den Ländern.

Schwerpunkte des PBnEZ sind laut Einsetzungsbeschluss die parlamentarische Begleitung 
-    der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung 
-    der Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung auf europäischer Ebene 
-    der Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung auf Ebene der Vereinten Nationen insbesondere die Aktivitäten und Maßnahmen zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 u. a. im Rahmen des High-Level-Political Forums der Vereinten Nationen zu nachhaltiger Entwicklung.

Die Delegation besteht aus den Abgeordneten Caroline Bosbach (Ltg.) Sascha van Beek (beide CDU/CSU), Rainer Groß (AfD) und Niklas Wagener (Bündnis 90/DIE GRÜNEN).

Informationen zum Parlamentarischen Beirat finden Sie hier(Interner Link)
 

9. Juli 2026 Service

BILDTERMIN: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder

Zeit: Freitag, 10. Juli 2026, 12.15 Uhr – Zutritt zur Präsidialebene ab 12.05 Uhr
Ort: Reichstagsgebäude, Präsidialebene, Saal 2 N 037

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt den Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, zu einem Gespräch.

8. Juli 2026 Service

Deutscher Bundestag lädt ein zum Jugendmedienworkshop in Berlin – Bewerbungsphase gestartet

Vom 1. bis 7. November 2026 veranstaltet der Deutsche Bundestag gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Jugendpresse Deutschland e.V. zum 21. Mal den Jugendmedienworkshop in Berlin. Schirmfrau des Workshops ist die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Josephine Ortleb.

Der Jugendmedienworkshop steht in diesem Jahr unter dem Titel „Alles. Gleichzeitig. Überall. Jung sein zwischen Krise und Zukunft“. Die Teilnehmenden recherchieren zu den Auswirkungen aktueller Krisen, wie globalen Konflikten, Klimawandel, wirtschaftlichen Unsicherheiten, auf den Alltag und die Zukunftschancen junger Menschen. Dazu treffen sie unter anderem Abgeordnete des Deutschen Bundestags, besuchen Hauptstadt-Redaktionen und entwickeln eigene journalistische Beiträge rund um das Workshop-Thema in Artikeln, Podcasts oder Social-Media-Formaten.

Bundesweit können sich Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren, die Interesse an Medien und Politik haben, bis zum 5. August 2026 für eine Teilnahme am Workshop bewerben. Die Teilnahme ist kostenlos. Reisekosten, Übernachtung und Verpflegung werden übernommen.

Weitere Informationen zum Workshop sowie den Anmeldelink finden Sie hier. (Externer Link)

8. Juli 2026 Service

BILDTERMIN: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt den Senatspräsidenten der Französischen Republik, Gérard Larcher

Zeit: Donnerstag, 9. Juli 2026, 15.30 Uhr
Ort: Reichstagsgebäude, Plenarsaalebene, Saal 1 S 014

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt den Präsidenten des Senats der Französischen Republik, Gérard Larcher, zu einem Gespräch.

6. Juli 2026 Service

Öffentliche Anhörung der Enquete-Kommission Corona zu „Wirtschaftliche Folgen und Branchenhilfen“

Zeit: Donnerstag, 9. Juli 2026, 14.00 Uhr
Ort: Paul-Löbe-Haus, Europasaal (4.900)

Die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ befasst sich in einer öffentlichen Anhörung mit dem Thema „Wirtschaftliche Folgen und Branchenhilfen“.

Detaillierte Informationen zur Sitzung finden Sie auf der Internetseite des Gremiums(Interner Link).

Hinweis:
Alle Medienvertreter benötigen zum Betreten der Gebäude des Deutschen Bundestages eine gültige Akkreditierung(Interner Link).

Die Sitzung wird live im Internet unter www.bundestag.de(Interner Link) übertragen. Am Folgetag ist sie in der Mediathek(Interner Link) abrufbar.