Gedenken an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945

Gedenkstunde des Deutschen Bundestages für die Opfer des Nationalsozialismus. Hier Gedenkredner Roman Schwarzman (m) mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (r), SPD, MdB, nach seiner Gedenkrede. (© Deutscher Bundestag/Thomas Köhler/phototek)
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas schreibt auf ihrem offiziellen Instagram-Account @bundestagspraesidentin Folgendes:
Im Deutschen @bundestag gedachten wir heute der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. @bundespraesident.steinmeier sowie der Holocaust-Überlebende Roman Schwarzman hielten die Reden. Er ist Vorsitzender der Vereinigung ehemaliger jüdischer Ghetto- und KZ-Häftlinge in Odessa. Als Kind hat er selbst im Ghetto Berschad gelebt.
Begleitet wurde die Gedenkstunde durch Musik von zwei Komponisten und einer Komponistin, deren Leben wegen ihrer jüdischen Abstammung von Flucht und Verfolgung geprägt waren.
Ungefähr 7.000 Menschen befreite die Rote Armee aus dem Lagerkomplex Auschwitz. Mehrere Hundert von ihnen starben in den Monaten nach der Befreiung. Die meisten Gefangenen hatte die SS vor der Befreiung ermordet, mehrere Zehntausend auf Todesmärsche gen Westen geschickt. 80 Jahre sind diese schrecklichen Ereignisse her. Doch solches Grauen vergeht nicht. Solche Verletzungen der Seele kann selbst die Dauer eines Menschenlebens nicht heilen.
Ich war selbst im vergangenen Sommer in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Arbeit der Gedenkstätte hat mich sehr beeindruckt, so wie übrigens auch die Arbeit der internationalen Jugendbegegnungsstätte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendbegegnung, die heute auch an der Gedenkstunde im Bundestag teilnahmen, waren in den vergangenen Tagen in Auschwitz. Sie haben Überlebenden zugehört und tragen damit die Erinnerung in die Zukunft.
Wir müssen weiterhin aufzeigen und auch weiter erforschen, wie unvorstellbar weit die Verbrechen der Nationalsozialisten reichten. Gerade heute, in diesen Zeiten, ist historisches Bewusstsein besonders wichtig. Hierzulande und weltweit greift der Antisemitismus um sich. Wir dürfen uns unserer historischen Verantwortung niemals entziehen. Deshalb dürfen wir nicht aufhören, hinzusehen, zuzuhören, nachzufühlen.
Jede und jeder von uns sollte sich immer wieder fragen: Was bin ich bereit, für das „Nie wieder“ zu tun?
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(veröffentlicht am 29.01.2025)