Parlament

Bundestag beteiligt sich am „Tag der Demokratie­geschichte“

Logo des Tages der Demokratiegeschichte mit der Aufschrift Tage der Demokratiegeschichte und den Farben Schwarz, Rot und Gold in konzentrischen Halbkreisen

Der Tag der Demokratiegeschichte ist ein bundesweiter Aktionstag zur Würdigung der Geschichte der Demokratie. (© Bundesstiftung Orte der Demokratiegeschichte)

Mit dem „Tag der Demokratiegeschichte 2026“ soll unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier  erstmals mit einem bundesweiten Aktionstag die Geschichte der Demokratie gewürdigt werden. Der Deutsche Bundestag beteiligt sich im Aktionszeitraum mit mehreren Veranstaltungen. 

Als Auftaktveranstaltungen vor dem 18. März:

  • 16. März 2026, 18 Uhr: Die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages und die Deutsche Gesellschaft e.V. laden zur Ausstellungseröffnung mit Podiums­gespräch ein: „Das Volk ist sich seiner selbst bewusst geworden. Die 10. Volkskammer der DDR“
  • Ort: Mauer-Mahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Zugang über die Spree-Uferpromenade, Schiffbauerdamm, 10117 Berlin 

Eröffnung durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow. Einführung durch die Kuratorin Kristina Volke. Anschließend Podiumsgespräch zur Bedeutung der letzten Volkskammer für die deutsche Demokratiegeschichte mit Dr. Sabine Bergmann-Pohl, Präsidentin der 10. Volkskammer und letztes Staatsoberhaupt der DDR, Bundesministerin a. D. und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft e. V., Dr. Gregor Gysi, Mitglied der 10. Volkskammer und Mitglied des Deutschen Bundestages, Markus Meckel, Mitglied der 10. Volkskammer und letzter Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR. Moderation: Henry Bernhard, Landeskorrespondent für Thüringen beim Deutschlandfunk

  • 17. März 2026, 15 Uhr: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum W“ der Abteilung Außenbeziehungen, Europa und Analyse öffentliches Streitgespräch zum Thema:  „Demokratie Geschichte?“
  • Ort: Veranstaltungsfoyer des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses (MELH).

Es diskutieren die Historikerin Sonja Levsen (Tübingen), der Politikwissenschaftler Jens Hacke (Hamburg) und der Staatsrechtler Christoph Schönberger (Köln). Das interdisziplinäre wissenschaftliche Streitgespräch widmet sich der bewegten Vergangenheit und herausfordernden Zukunft dieses Staatsmodells in Deutschland.

Anmeldungen bitte bis spätestens 13. März über forum-w@bundestag.de.

  • 20. März 2026, 14 Uhr: Buchpräsentation „100 Köpfe der Demokratie - Starke Stimmen für ein Leben in Freiheit“ ein bildreiches Sachbuch zur deutschen Demokratiegeschichte. Eine Kooperation mit der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.
  • Ort: Deutscher Dom am Gendarmenmarkt, Sitz der parlamentshistorischen Ausstellung des Deutschen Bundestages

„100 Köpfe der Demokratie“ einzigartig illustriert: Autor Jan Ruhkopf und der Graphic Novelist Simon Schwartz erläutern im moderierten Gespräch die Idee des Buches und geben spannende Einblicke in seine künstlerische Umsetzung. Die Buchpräsentation wird begleitet von einer Ausstellung einzelner Porträts in der Rotunde des Deutschen Doms. Alle Informationen zum Buch unter: https://www.theodor-heuss-haus.de/programme/100-koepfe-der-demokratie

Eine Anmeldung ist wegen der begrenzten Sitzplätze notwendig über geschichte@bundestag.de. Plätze werden nach Eingang vergeben.

  • 20. März 2026, 17 Uhr: Szenische Lesung mit Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour „Revolutionsgespräche 1848/49“ im Saal zur Paulskirche der parlamentshistorischen Ausstellung, umgeben von Originaldokumenten. Eine Kooperation mit der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e.V. (KGParl)
  • Ort: Deutscher Dom am Gendarmenmarkt, Sitz der parlamentshistorischen Ausstellung des Deutschen Bundestages

Das Stück schildert auf lebendige und unterhaltsame Weise die Erlebnis- und Erfahrungswelt der Paulskirchenabgeordneten während der Revolutionsjahre 1848/49 plastisch aus dem Alltagsleben, es basiert auf Briefen der Abgeordneten an ihre Ehefrauen. Deutlich wird gleichzeitig, dass auch Frauen obwohl ohne Wahlrecht und von politischer Partizipation weitgehend ausgeschlossen großen Anteil an den Verhandlungen des ersten deutschen Nationalparlaments nahmen. Es lesen Inka Friedrich und Moritz Heidelbach. Im Anschluss: Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour im Gespräch

Eine Anmeldung ist wegen begrenzter Sitzplätze notwendig über geschichte@bundestag.de.

Plätze werden nach Eingang vergeben.

Hintergrund zum Tag der Demokratiegeschichte: 

Logo der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte mit einer Karte von Deutschland, die sich aus vielen runden Kreisen in Schwarz-Rot-Gold zusammensetzt

Die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte ist eine bundesunmittelbare Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Unsere Stiftung ist operativ und fördernd tätig. (© Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte)

Auf Initiative der „Bundesstiftung Orte der Demokratiegeschichte“ findet 2026 erstmals der „Tag der Demokratiegeschichte“ mit einem mehrtägigen Aktionszeitraum bundesweit statt. Alle Informationen zum Tag der Demokratiegeschichte„ unter: 

https://tag-der-demokratie-geschichte.de/

(09.03.2026)