Gedenken an Wolfgang Schäuble

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, SPD, MdB mit dem ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble, CDU, MdB (© DBT / Kira Hofmann / @photothek.de)
Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ist gestorben.
Dazu schreibt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas auf ihrem offiziellen Instagram-Account @bundestagspraesidentin Folgendes:
Wolfgang Schäuble war ein Ausnahmepolitiker, leidenschaftlicher Parlamentarier und großer Europäer. Kaum jemand hat die deutsche Politik so lange maßgeblich mitgeprägt wie Wolfgang Schäuble.
Mit seinem Namen ist eine der glücklichsten Stunden unseres Landes untrennbar verbunden – die Überwindung der deutschen Teilung. Als Innenminister hat er den Einigungsvertrag entworfen und den Vereinigungsprozess entscheidend mitgelenkt. Damit ist Wolfgang Schäuble zum Architekten der Deutschen Einheit geworden.
Als Finanzminister hat Wolfgang Schäuble Deutschland und Europa durch die Finanzkrise geführt und den Euro stabilisiert.
Wolfgang Schäuble hat die deutsche Parlamentsgeschichte geprägt wie kein anderer – 51 Jahre war er ununterbrochen Mitglied des Deutschen Bundestages, immer direkt gewählt.
Als Bundestagspräsident hat er in einer herausfordernden Zeit die Abgeordneten stets zum konstruktiven Streit ermutigt – nach seiner persönlichen Devise: „Streit ist das Salz der Demokratie.“ Mit der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung war er maßgeblich an der Schaffung einer einzigartigen Institution beteiligt, die ein neues Kapitel der deutsch-französischen Freundschaft aufgeschlagen hat und den Geist des geeinten Europas verkörpert.
Mit einer unglaublichen Disziplin und großem Pflicht- wie Verantwortungsbewusstsein hat sich Wolfgang Schäuble bis zuletzt in den Dienst unseres Staates gestellt. Seine Weitsicht, seine unvergleichliche politische Erfahrung und sein intellektueller Scharfsinn werden fehlen.
Wolfgang Schäuble hat sich um die parlamentarische Demokratie, Deutschland und Europa herausragende Verdienste erworben. Der Deutsche @bundestag wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren - nicht nur im Reichstagsgebäude, wo dieses Foto entstanden ist, als die Ahnengalerie im November 2022 um sein Porträt erweitert wurde.
Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und Freunden.
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