Bundestagspräsidenin besucht die Buchvorstellung zu dem Buch „Der nächste Redner ist eine Dame“

Das von Deutschen Bundestag herausgegebene Buch „Der nächste Redner ist eine Dame“. (© DBT/Xander Heinl)
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas schreibt auf ihrem offiziellen Instagram-Account @bundestagspraesidentin Folgendes:
„Der nächste Redner ist eine Dame“ - seit gestern ist dieses vom @bundestag herausgegebene Buch erhältlich. Bei der Buchvorstellung am Abend im Reichstagsgebäude habe ich die rund 250 Gäste begrüßt und dieses starke Buch gewürdigt.
Zum Jubiläumsjahr „75 Jahre Deutscher Bundestag“ weist dieses Buch den Frauen des 1. Deutschen Bundestages einen Platz zu, den sie schon lange verdienen: Einen Platz im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Diese Frauen waren echte Pionierinnen, denen wir viel verdanken. Die Namen dieser Frauen sind aber meist in Vergessenheit geraten: Frieda Nadig, Helene Weber oder Luise Rehling — um nur drei von ihnen zu benennen.
Vielen Dank an Helene Bukowski, Julia Franck, Shelly Kupferberg, Terézia Mora, Juli Zeh und die Autorinnen und Autoren des Wissenschaftlichen Dienstes der Bundestagsverwaltung. Unter der Leitung von Natalie Weis haben sie dieses tolle Projekt realisiert und einen wichtigen Teil unser Demokratiegeschichte sichtbar gemacht!
Im 1. Bundestag kamen die Parlamentarierinnen auf einen Anteil von 6,8%. Davon sind wir heute zum Glück deutlich entfernt: Anfang 2024 lag der Anteil bei immerhin 36,3%. Allerdings stagniert der Frauenanteil im Bundestag seit Ende der 90er Jahre bei ca. einem Drittel. Das reicht nicht aus — das klare Ziel ist Parität.
Es braucht mutige Wegbereiterinnen wie Elisabeth Selbert, die im Parlamentarischen Rat den Satz durchsetzte: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Und wir brauchen ein sowohl parlamentarisches und außerparlamentarisches wie parteiübergreifendes Engagement für die Sache der Frau.
Gestern Abend diskutierte ich unter Moderation von Anke Plättner mit Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Helene Bukowski und Shelly Kupferberg darüber, was es auf dem langen Weg zu echter Gleichberechtigung noch zu tun gibt. Eine reine Frauenrunde, ein schönes Bild, an das man sich ruhig gewöhnen kann - nach Jahrhunderten reiner Männerrunden.
Danke an alle, die gestern Abend da waren und alle, die dieses lesenswerte Buch möglich gemacht haben!
Mehr zum Buch erfahren Sie auf www.bundestag.de.
Den Post finden Sie unter: https://www.instagram.com/p/C7BZwrftJcy/