Parlament

Bundestagspräsidentin eröffnet Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, SPD, MdB steht an einem Pult und redet in ein Mikrofon. Vor ihr sitzen mehrere Menschen und schauen sie an.

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, SPD, MdB (© DBT / Jörg F. Müller)

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hat die historisch-dokumentarische Ausstellung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ im Paul-Löbe-Haus eröffnet.

Dazu schreibt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas auf ihrem offiziellen Instagram-Account @bundestagspraesidentin Folgendes:

In der Gedenkstunde am 27.01.2023 haben wir als @bundestag erstmals die Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die die Nationalsozialisten wegen sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität verfolgt haben. Damit haben wir eine Lücke in unserer Erinnerungskultur geschlossen. Der queeren Community hat das viel bedeutet. Auch mir war es ein wichtiges Anliegen, wie auch allen anderen Mitgliedern des Präsidiums.

Die Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ der @hirschfeldstiftung (BMH), die ich heute eröffnet habe, knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Thema an und macht es nun einem breiten Publikum zugänglich. Sie zeichnet die vielfältigen Lebensgeschichten queerer Menschen nach und macht deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Die Ausstellung blickt aber auch auf die Zeit nach 1945. Das ist wichtig. Das Ende des Nationalsozialismus bedeutete für queere Menschen keine Befreiung.

Queere Menschen erleben bis heute Anfeindungen auch in Deutschland. Die Statistik verzeichnet sogar einen Anstieg queer-feindlicher Gewalt. Gedenken bedeutet auch eine Verpflichtung in der Gegenwart. Der Rechtsstaat muss mit voller Konsequenz auf Gewalt gegen queere Menschen reagieren. Mehr noch: Unsere gesamte Gesellschaft muss sich dem Hass entgegenstellen.

Mein besonderer Dank gilt Helmut Metzner und der BHM, den Kuratierenden Insa Eschebach, Andreas Pretzel und Karl-Heinz Steinle. Bundesminister @marcobuschmann und ich sind die Schirmeltern dieser Ausstellung. Herzlich danke ich auch Henny Engels @lsvdbundesverband, Ferda Ataman @ads_bund und @bundeskultur @claudiaroth_official sowie allen engagierten Beteiligten dieser Ausstellung.

Diese Ausstellung wird vom 30.11. bis zum 15.12.2023 in der Halle des Paul-Löbe-Hauses gezeigt und kann von montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr besucht werden. Danach geht sie auf Wanderschaft. Es ist wichtig, dass überall im Land die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit stattfindet und diese Ausstellung einem möglichst breiten Publikum eröffnet wird.

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